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Sensorische Integration: Ein praktischer Leitfaden für den Kita-Alltag

Kennen Sie das auch? Ein Kind in Ihrer Gruppe sucht ständig körperliche Nähe und tobt unermüdlich, während ein anderes sich bei Lärm die Ohren zuhält und schnell überfordert wirkt. Diese unterschiedlichen Verhaltensweisen können oft auf die Verarbeitung von Sinneseindrücken zurückgeführt werden – ein komplexer Prozess, den wir als sensorische Integration bezeichnen. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem wichtigen Fachbegriff und wie können Sie als pädagogische Fachkraft darauf im turbulenten Kita-Alltag gezielt und liebevoll eingehen?

In diesem praktischen Leitfaden nehmen wir Sie mit Herz an die Hand. Wir erklären Ihnen einfach und verständlich, was sensorische Integration ist, und geben Ihnen eine Fülle an wertvollen Spielideen, kreativen Übungen und konkreten Tipps für die Raumgestaltung an die Hand. Entdecken Sie, wie Sie mit einfachen Mitteln eine förderliche und anregende Umgebung schaffen, in der Sie jeden kleinen Entdecker individuell unterstützen und ihm die Sicherheit geben, die er zum Wachsen braucht. Machen Sie sich bereit für Inspiration, die Ihren pädagogischen Alltag nachhaltig bereichert!

Das Wichtigste in Kürze

  • Erfahren Sie, warum die Wahrnehmungsverarbeitung die unsichtbare Grundlage für wichtige Entwicklungsschritte wie das Lernen von Buchstaben und das sichere Klettern ist.
  • Deuten Sie das Verhalten von Kindern neu: Verstehen Sie, wie Sie sensorische Bedürfnisse erkennen und darauf liebevoll und gezielt eingehen können.
  • Entdecken Sie einfache, aber wirkungsvolle Spiele, mit denen Sie die sensorische Integration ganz leicht mit Alltagsgegenständen im Kita-Alltag fördern.
  • Gestalten Sie Ihren Gruppenraum bewusst als anregende Sinneswerkstatt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird.

Was ist sensorische Integration? Einfach für den pädagogischen Alltag erklärt

Stellen Sie sich das Gehirn eines Kindes wie einen fleißigen Verkehrspolizisten vor. Sekunde für Sekunde strömen unzählige Informationen von den Sinnen auf es ein: Geräusche, Lichter, Berührungen, Gerüche und Körperempfindungen. Die Aufgabe des Polizisten ist es, diesen Datenverkehr zu organisieren, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und alles an die richtige Stelle zu leiten. Genau dieser unermüdliche neurologische Prozess ist die sensorische Integration. Es geht darum, Sinnesreize so zu verarbeiten, dass ein Kind sinnvoll und angemessen auf seine Umwelt reagieren kann. Doch was ist sensorische Integration genau im Detail? Es ist kein spezielles therapeutisches Konzept, sondern ein fundamentaler Vorgang, der bei jedem Menschen ständig abläuft und die Basis für Lernen, Bewegung und Verhalten bildet.

Das Ziel dieses Prozesses ist immer eine „angemessene Antwort“. Ob ein Kind einem Ball ausweicht, sanft über ein Blatt streicht oder sich auf eine Aufgabe konzentriert – all das ist das Ergebnis einer gut funktionierenden Verarbeitung von Sinneseindrücken. Im pädagogischen Alltag unterstützen wir diesen Prozess, indem wir vielfältige und passende Sinneserfahrungen ermöglichen.

Die drei Basissinne: Das Fundament der Wahrnehmung

Wir denken oft nur an die fünf bekannten Sinne. Doch für die Entwicklung der kleinen Entdecker sind drei grundlegende Systeme, die sogenannten Basissinne, von entscheidender Bedeutung. Sie bilden das Fundament, auf dem alle weiteren Fähigkeiten aufbauen.

  • Taktiles System (Tastsinn): Dies ist die Wahrnehmung über die Haut. Kinder spüren Berührung, Druck, Temperatur und Schmerz. Ob sie im Sand wühlen, mit Fingerfarben malen oder umarmt werden – der Tastsinn gibt ihnen wichtige Informationen über ihre Umwelt und ihren eigenen Körper.
  • Vestibuläres System (Gleichgewichtssinn): Im Innenohr angesiedelt, informiert uns dieses System über Lage und Bewegung im Raum. Beim Schaukeln, Drehen, Klettern und Balancieren wird es trainiert und hilft Kindern, sicher und koordiniert zu agieren.
  • Propriozeptives System (Tiefenwahrnehmung): Dieses System meldet dem Gehirn, wo sich die eigenen Körperteile befinden und wie viel Kraft eingesetzt wird. Es ermöglicht einem Kind, seine Bewegungen zu steuern, ohne ständig hinsehen zu müssen – zum Beispiel beim Treppensteigen oder beim Tragen eines Eimers.

Das Zusammenspiel aller Sinne

Kein Sinn arbeitet für sich allein. Eine gelungene sensorische Integration bedeutet, dass das Gehirn alle eingehenden Informationen harmonisch miteinander verknüpft. Denken Sie an ein Kind, das einen Ball fängt: Die Augen (visuelles System) sehen den Ball kommen, das vestibuläre und propriozeptive System steuern die richtige Körperhaltung und Bewegung, und der Tastsinn meldet den Kontakt mit dem Ball. Nur durch dieses perfekte Zusammenspiel gelingt die Handlung. Diese Fähigkeit ist die Grundlage für unzählige alltägliche Aufgaben, vom Anziehen der Jacke über das Essen mit Besteck bis hin zum Schreibenlernen. Ein gut integriertes Sinnessystem ist der Schlüssel, damit Kinder selbstbewusst und kompetent die Welt entdecken können.

Warum eine gute sensorische Integration für Kinder so wichtig ist

Stellen Sie sich die sensorische Integration als das unsichtbare Fundament vor, auf dem die gesamte Entwicklung eines Kindes aufbaut. Sie ist weit mehr als nur das Verarbeiten von Sinneseindrücken – sie ist die entscheidende Fähigkeit des Gehirns, alle Informationen aus dem Körper und der Umwelt zu ordnen und zu einer sinnvollen, ganzheitlichen Erfahrung zusammenzufügen. Ein gut funktionierendes Fundament ermöglicht es kleinen Entdeckern, sicher und selbstbewusst durchs Leben zu gehen.

Wenn dieser Prozess reibungslos abläuft, schafft er die Voraussetzung für komplexere Fähigkeiten. Er beeinflusst die motorische Geschicklichkeit, die emotionale Ausgeglichenheit und letztlich auch den schulischen Erfolg. Eine gezielte Förderung unterstützt Kinder dabei, sich in ihrem Körper zu Hause zu fühlen und die Welt mit Freude und Neugier zu erobern.

Auswirkungen auf die Motorik

Eine harmonische Verarbeitung von Gleichgewichts- und Bewegungsinformationen ist die Basis für sichere und koordinierte Bewegungen. Kinder mit einer guten sensorischen Integration können ihre Kraft besser dosieren – sie wissen instinktiv, wie fest sie einen Stift halten oder wie sanft sie ein anderes Kind berühren müssen. Ob beim Balancieren auf einem Balken, beim Klettern auf dem Spielgerüst oder beim Basteln mit Schere und Kleber: Eine flüssige und zielgerichtete Motorik ist das sichtbare Ergebnis einer gelungenen Sinnesverarbeitung.

Auswirkungen auf Verhalten und Emotionen

Die Fähigkeit, sensorische Reize zu filtern und zu regulieren, ist entscheidend für das emotionale Wohlbefinden. Ein Kind, das sich von lauten Geräuschen oder vielen visuellen Eindrücken nicht überfordert fühlt, kann sich besser selbst beruhigen und bleibt emotional stabiler. Dieses innere Gleichgewicht führt zu weniger Frustration im Alltag und hilft Kindern dabei, ein angemessenes Gefühl für Nähe und Distanz zu entwickeln, was für soziale Interaktionen im Kita-Alltag unerlässlich ist.

Auswirkungen auf das Lernen

Aufmerksamkeit und Konzentration sind ohne eine gute Sinnesverarbeitung kaum denkbar. Um im Stuhlkreis einer Geschichte lauschen zu können, muss ein Kind in der Lage sein, unwichtige Hintergrundgeräusche auszublenden. Die visuelle und auditive Wahrnehmung bildet die Grundlage für den späteren Schriftspracherwerb. Wie die Praktische Förderung der sensorischen Integration auch in wissenschaftlichen Kreisen betont, ist die gezielte Unterstützung dieser Basiskompetenzen fundamental. Eine präzise Hand-Auge-Koordination, die ebenfalls auf dieser Verarbeitung beruht, ist zudem die Voraussetzung für den sicheren Umgang mit Stift, Pinsel und Schere.

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Sensorische Bedürfnisse erkennen: Kinder im Kita-Alltag besser verstehen

Ein Kind, das sich die Ohren zuhält, ist nicht unartig. Ein anderes, das unermüdlich tobt, ist nicht absichtlich störend. Oftmals sind solche Verhaltensweisen Ausdruck sensorischer Bedürfnisse. Anstatt Verhalten in „gut“ oder „schlecht“ einzuteilen, hilft uns ein neuer Blickwinkel: Jedes Kind hat ein ganz individuelles sensorisches Profil und teilt uns mit seinem Verhalten mit, was es gerade braucht. Das Verständnis dafür, was sensorische Integration im Kern bedeutet, ist der erste Schritt. Unser Ziel als pädagogische Fachkräfte ist es, genau hinzusehen, die Signale zu deuten und eine Umgebung zu schaffen, in der sich jedes Kind sicher und verstanden fühlt.

Zwei grundlegende Profile, die im Kita-Alltag häufig zu beobachten sind, sind die Hypersensitivität und die Hyposensitivität.

Hypersensitivität: Wenn Reize zu stark ankommen

Manche Kinder nehmen Sinnesreize wie Geräusche, Licht oder Berührungen viel intensiver wahr als andere. Der Trubel im Gruppenraum oder eine unerwartete Umarmung kann für sie schnell zu einer Reizüberflutung führen. Ihre Reaktionen sind ein Versuch, sich vor diesem „Zuviel“ zu schützen.

  • Typische Anzeichen: Das Kind meidet laute, unruhige Spiele, zieht sich bei Gruppenaktivitäten zurück, reagiert empfindlich auf bestimmte Materialien (z. B. kratzige Pullover, klebrige Fingerfarben) oder Berührungen.
  • Mögliche Reaktionen: Es kann ängstlich oder weinerlich werden, sich die Ohren zuhalten, sich verstecken oder in manchen Fällen auch aggressiv reagieren, um Abstand zu schaffen.
  • Unterstützung im Alltag: Schaffen Sie bewusste Ruheinseln. Eine gemütliche Kuschelecke mit Decken und Kissen oder das Angebot von geräuschdämpfenden Kopfhörern kann wahre Wunder wirken und dem Kind einen sicheren Rückzugsort bieten.

Hyposensitivität: Wenn Reize kaum wahrgenommen werden

Das genaue Gegenteil sind Kinder, die Reize nur schwach wahrnehmen. Sie sind ständig auf der Suche nach starken sensorischen Eindrücken, um sich selbst und ihren Körper besser zu spüren. Dieser unermüdliche Drang nach Input ist kein Zeichen von Ungehorsam, sondern ein tiefes Bedürfnis nach propriozeptiver und vestibulärer Wahrnehmung.

  • Typische Anzeichen: Das Kind sucht intensive Reize, liebt es zu toben, zu klettern und zu springen. Es scheint kaum Schmerz zu empfinden und rempelt andere Kinder oft unabsichtlich an, weil es die eigene Kraft schlecht einschätzen kann.
  • Mögliche Reaktionen: Ein ständiger Bewegungsdrang, lautes Verhalten und das Bedürfnis, überall anzufassen und Dinge fest zu drücken oder gar in den Mund zu nehmen.
  • Unterstützung im Alltag: Bieten Sie gezielte und sichere Möglichkeiten, diesen „Reizhunger“ zu stillen. Ein Trampolin im Bewegungsraum, das Tragen von schweren Gegenständen (z. B. beim Aufräumen helfen) oder der Einsatz von Gewichtsdecken in Ruhephasen unterstützen eine gesunde sensorische Integration.

Praktische Spiele und Ideen zur Förderung der sensorischen Integration

Die Förderung der sensorischen Integration muss kein kompliziertes Therapieprogramm sein. Ganz im Gegenteil: Die wertvollsten Anreize finden sich oft in den einfachsten Alltagsaktivitäten. Es braucht kein teures Therapiematerial – mit Alltagsgegenständen, etwas Kreativität und einer großen Portion Freude lassen sich wunderbare Sinneserfahrungen schaffen, die die Entwicklung Ihres Kindes nachhaltig unterstützen.

Der wichtigste Grundsatz lautet: Der Spaß steht immer im Vordergrund. Die Teilnahme sollte stets freiwillig und kindgerecht sein. Beobachten Sie das Kind genau und finden Sie die richtige Balance zwischen anregenden Aktivitäten, die herausfordern, und beruhigenden Angeboten, die Sicherheit und Entspannung vermitteln. So vermeiden Sie eine Reizüberflutung und schaffen eine positive Lernumgebung.

Spiele für das Gleichgewicht (Vestibuläres System)

Unser Gleichgewichtssinn ist der Kapitän unseres Körpers. Er gibt uns Sicherheit bei jeder Bewegung. Diese Spiele machen kleinen Entdeckern besonders viel Spaß:

  • Schaukeln & Wiegen: Ob auf der klassischen Sitzschaukel, in einer gemütlichen Hängematte oder einfach auf dem Schoß – rhythmisches Schwingen wirkt je nach Intensität beruhigend oder aktivierend.
  • Abenteuerliche Balancierparcours: Bauen Sie im Raum oder im Garten einen Parcours aus Kissen, Seilen, Bänken oder Baumstämmen. Das fördert die Konzentration und das Körpergefühl.
  • Fröhliche Drehspiele: Purzelbäume schlagen, sich im Kreis drehen oder (unter Aufsicht) auf einem Bürostuhl wirbeln – diese intensiven Reize stimulieren das vestibuläre System auf kraftvolle Weise.

Professionelle und sichere Spielgeräte können diese Erlebnisse wunderbar ergänzen. Entdecken Sie unsere Schaukeln und Balanciergeräte für noch mehr Inspiration.

Spiele für die Tiefenwahrnehmung (Propriozeptives System)

Dieses System verrät uns, wo sich unser Körper im Raum befindet und wie viel Kraft wir einsetzen müssen. Aktivitäten mit Druck und Widerstand helfen, den eigenen Körper besser zu spüren:

  • Kleine Helfer im Alltag: Lassen Sie Ihr Kind helfen, die Einkaufstasche, eine Bücherkiste oder einen kleinen Eimer Wasser zu tragen. Diese „Schwerstarbeit“ gibt dem Körper klares Feedback.
  • Bauen und Kriechen: Eine Höhle aus Matten und Decken bauen, durch einen Kriechtunnel krabbeln oder Kissenschlachten veranstalten – all das schafft intensiven Körperkontakt und Widerstand.
  • Druck, der guttut: Eine feste Bärenumarmung, eine Massage mit einem Igelball oder das „Abtauchen“ in einem Bällebad vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit und stärken das Körperbewusstsein.

Spiele für den Tastsinn (Taktiles System)

Unsere Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Über sie „begreifen“ wir die Welt und entwickeln ein Gefühl für uns selbst und unsere Grenzen. Diese Ideen regen den Tastsinn an:

  • Geheimnisvolle Fühlkisten: Füllen Sie eine Box mit Sand, Reis, Kastanien, nassen Nudeln oder weichen Pompons. Das Wühlen und Ertasten mit Händen oder Füßen ist ein Fest für die Sinne.
  • Barfußpfade für Entdecker: Legen Sie einen Pfad aus verschiedenen Materialien an, zum Beispiel Handtücher, Gras, Moos oder glatte Steine. Barfuß darüber zu laufen, schult die Wahrnehmung.
  • Kreatives Matschen: Spiele mit Fingerfarben, Rasierschaum oder Knete sind nicht nur ein kreativer Spaß, sondern bieten auch intensive taktile Erfahrungen.

Den Gruppenraum als anregende Sinneswerkstatt gestalten

In der Reggio-Pädagogik wird der Raum als „dritter Erzieher“ bezeichnet – und das aus gutem Grund. Eine durchdachte Raumgestaltung schafft eine Atmosphäre, in der Kinder sich sicher fühlen, frei entfalten und ihre Sinne schärfen können. Sie ist das Fundament für eine gelingende sensorische Integration. Dabei gilt oft das Prinzip „Weniger ist mehr“: Eine klare, reizarme Grundstruktur gibt den kleinen Entdeckern Orientierung und verhindert Überforderung. Durch die bewusste Auswahl von Möbeln und Materialien verwandelt sich jeder Gruppenraum in eine inspirierende Sinneswerkstatt.

Zonen für Aktivität und Bewegung

Jedes Kind hat ein natürliches Bedürfnis nach Bewegung. Ein Bereich mit großen, weichen Bausteinen, robusten Matten zum Toben und Kissenburgen bauen lädt zum Austoben ein und fördert die grobmotorische Entwicklung. Kleine Klettergerüste oder Indoor-Rutschen bieten gezielte Herausforderungen, die das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung schulen. Fahrzeuge wie Rollbretter ermöglichen intensive vestibuläre und propriozeptive Erfahrungen, die für die Verarbeitung von Sinnesreizen essenziell sind.

Zonen für Ruhe und Rückzug

Genauso wichtig wie Bewegungsangebote sind geschützte Rückzugsorte. Eine gemütliche Kuschelecke mit weichen Kissen, Decken und gedämpftem Licht bietet Kindern die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und Eindrücke zu verarbeiten. Ein Spiel-Tipi oder eine kleine Höhle schafft ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Beruhigende Aktivitäten wie das Spielen in einer Sandwanne oder an einem Wassertisch helfen dabei, die sensorische Wahrnehmung zu regulieren und das Nervensystem zu entspannen.

Vielfältige Materialien bereitstellen

Die richtigen Materialien wecken die Neugier und laden zum Experimentieren ein. Ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichen Sinneserfahrungen unterstützt die Entwicklung neuronaler Verknüpfungen im Gehirn. Achten Sie auf eine anregende Mischung, die alle Sinne anspricht:

  • Naturmaterialien: Holzklötze, Kastanien, Steine, Wolle oder Sand sprechen den Tast- und Geruchssinn an und bringen die Natur ins Haus.
  • Unterschiedliche Oberflächen: Teppiche mit verschiedenen Strukturen, Kissen aus Samt, Leinen oder Cord laden zum Fühlen und Erkunden ein.
  • Visuelle Reize: Ein Leuchttisch oder ein einfacher Projektor kann faszinierende Licht- und Schattenspiele an die Wand zaubern und die visuelle Wahrnehmung fördern.

Eine liebevoll und durchdacht gestaltete Umgebung ist der Schlüssel, um die Entwicklung der Kinder im Kita-Alltag nachhaltig zu unterstützen. Gestalten Sie inspirierende Räume mit unseren Kita-Möbeln.

Sensorische Integration: Ein Schlüssel für glückliche Entdecker

Wie dieser Leitfaden zeigt, ist das Verständnis für die Sinneswahrnehmung von Kindern der Schlüssel, um sie im Kita-Alltag individuell und liebevoll zu begleiten. Schon mit einfachen Spielen und einem durchdacht gestalteten Raum schaffen Sie eine anregende Umgebung, in der sich kleine Entdecker sicher entfalten und ihre Welt mit allen Sinnen begreifen können.

Die bewusste Förderung der sensorische integration ist somit kein zusätzlicher Aufwand, sondern ein fundamentaler Baustein wertvoller pädagogischer Arbeit. Sie legen damit den Grundstein für Lernfreude, Selbstvertrauen und eine gesunde Entwicklung.

Als Ihr Kita-Ausstatter mit Herz und Experten für pädagogisch wertvolle Ausstattung möchten wir Sie auf diesem Weg unterstützen. Verwandeln Sie Ihre Räume in eine wahre Sinneswerkstatt! Bei uns finden Sie eine große Auswahl an Materialien zur Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung, die perfekt auf die Bedürfnisse Ihrer Kinder abgestimmt sind.

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Häufig gestellte Fragen zur sensorischen Integration

Was ist der Unterschied zwischen sensorischer Integration und Feinmotorik?

Stellen Sie sich die sensorische Integration als das große Fundament eines Hauses vor. Sie ist die Fähigkeit des Gehirns, alle Sinneseindrücke zu ordnen und sinnvoll zu nutzen. Die Feinmotorik ist wie ein kunstvoll gestaltetes Zimmer in diesem Haus: Sie beschreibt die gezielte Steuerung kleiner Muskelgruppen, etwa beim Halten eines Stiftes oder beim Schließen von Knöpfen. Eine gute sensorische Verarbeitung ist also die wichtige Voraussetzung für präzise feinmotorische Fähigkeiten.

Ab welchem Alter ist die Förderung der sensorischen Integration wichtig?

Die Förderung beginnt von Geburt an und ist in den ersten Lebensjahren entscheidend. Bereits Babys verarbeiten unzählige Sinneseindrücke, wenn sie ihre Umwelt ertasten, hören und sehen. Dieser natürliche Prozess kann durch liebevolle und spielerische Angebote optimal unterstützt werden. Indem wir den kleinen Entdeckern vielfältige Sinneserfahrungen ermöglichen, legen wir einen unschätzbar wertvollen Grundstein für ihre gesamte weitere Entwicklung, ihr Lernen und ihr emotionales Wohlbefinden.

Benötigen alle Kinder spezielle sensorische Angebote?

Jedes Kind profitiert von einer anregenden Umgebung, die seine Sinne anspricht. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Kind eine spezielle Therapie benötigt. Tägliche Aktivitäten wie Barfußlaufen im Gras, das Matschen im Sandkasten oder das Basteln mit unterschiedlichen Materialien sind bereits wertvolle „Nahrung“ für die Sinne. Ein bewusst gestaltetes, abwechslungsreiches Spielumfeld ist die beste Grundlage, um die Entwicklung aller Kinder auf natürliche und freudvolle Weise zu unterstützen.

Kann man sensorische Integration auch draußen im Garten fördern?

Unbedingt! Der Garten oder ein Park sind wahre Schatzkisten für die Sinne. Das Fühlen von Erde und Blättern, das Balancieren auf einem Baumstamm, das Lauschen von Vogelgezwitscher oder das Schaukeln im Wind – all dies sind intensive und wertvolle sensorische Erlebnisse. Die Natur bietet eine unendliche Vielfalt an Reizen, die die Wahrnehmung auf ganz natürliche Weise schulen und die kleinen Abenteurer zu Bewegung und Erkundung einladen. Draußen sein ist pure Sinnesförderung!

Wann sollte ich mir Sorgen machen und professionelle Hilfe (z.B. Ergotherapie) suchen?

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind im Alltag oft überfordert wirkt, extrem auf Reize wie Geräusche oder Berührungen reagiert oder bestimmte Texturen meidet, ist ein genauerer Blick sinnvoll. Auch auffällige Ungeschicklichkeit oder starke emotionale Reaktionen auf alltägliche Situationen können Hinweise sein. Sprechen Sie Ihre Beobachtungen beim Kinderarzt an. Dieser kann beurteilen, ob eine weitere Abklärung, beispielsweise in der Ergotherapie, Ihrem Kind helfen kann.

Welche Rolle spielen die Eltern bei der Förderung der sensorischen Integration?

Eltern und Bezugspersonen sind die wichtigsten Entwicklungsbegleiter. Sie schaffen den sicheren und liebevollen Rahmen, in dem sich ein Kind traut, die Welt zu erkunden. Indem Sie vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten anbieten und auf die Signale Ihres Kindes achten, leisten Sie einen unschätzbaren Beitrag. Sie sind die Gestalter der Lernumgebung, die eine gesunde sensorische Integration erst möglich macht und Ihrem Kind hilft, selbstbewusst und neugierig die Welt zu erobern.

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