Der fünfjährige Lukas presst seine Hände fest auf die Ohren, während die anderen Kinder im Stuhlkreis lachen, oder er wirbelt so rastlos durch den Gruppenraum, dass der Basteltisch zur Gefahrenzone wird. Solche Situationen fordern pädagogische Fachkräfte täglich heraus, denn aktuelle Untersuchungen zeigen, dass etwa 16 Prozent aller Kinder im Kindergartenalter deutliche Auffälligkeiten in der Reizverarbeitung aufweisen. Genau hier bietet die Sensorische Integrationstherapie wertvolle Lösungsansätze, um kleine Entdecker in ihrer individuellen Wahrnehmung zu stärken und ihnen Sicherheit im Umgang mit ihrer Umwelt zu geben.
Sicherlich kennen Sie das Gefühl der Machtlosigkeit, wenn herkömmliche Strategien bei extrem unruhigen oder sehr stillen Kindern einfach ins Leere laufen. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie durch ein tieferes Verständnis der neurologischen Prozesse den Kita-Alltag für alle Beteiligten harmonischer gestalten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die sensorische Integrationstherapie die kindliche Entwicklung gezielt unterstützt und wie Sie Räume schaffen, die alle Sinne positiv ansprechen. Wir liefern Ihnen konkrete Inspirationen für die Raumgestaltung und zeigen auf, welche Fördermaterialien die Konzentration sowie die Motorik Ihrer Schützlinge nachhaltig verbessern.
Wichtigste Erkenntnisse
- Erfahren Sie, wie das Gehirn als „Verkehrspolizist“ Sinneseindrücke ordnet und warum dieser Prozess die essenzielle Grundlage für die Entwicklung kleiner Entdecker bildet.
- Entdecken Sie die Bedeutung der sieben Sinne und wie Sie gezielt die drei Basissinne fördern, damit Kinder ihre Umwelt sicher und strukturiert begreifen können.
- Lernen Sie praxisnahe Wege kennen, um die Sensorische Integrationstherapie durch eine „sensorische Diät“ und strukturierte Bewegungszonen direkt in den Kita-Alltag einzubinden.
- Erhalten Sie wertvolle Tipps zur Auswahl der richtigen Ausstattung, bei der Qualität, Haptik und Naturmaterialien wie Holz für besonders wertvolle Sinneserlebnisse sorgen.
- Lassen Sie sich von ganzheitlichen Raumkonzepten inspirieren, die Rückzugsorte und Aktivzonen harmonisch vereinen, um die pädagogische Arbeit in Ihrer Einrichtung optimal zu unterstützen.
Was ist sensorische Integrationstherapie? Ein Wegweiser für kleine Entdecker
Stellen Sie sich das Gehirn eines Kindes wie eine belebte Kreuzung in einer Großstadt vor. Unzählige Reize strömen sekündlich ein: das helle Licht der Gruppenraumlampe, das leise Rascheln einer Buchseite oder das sanfte Kitzeln eines Wollpullovers auf der Haut. Was ist sensorische Integration? Diese Frage lässt sich am besten mit dem Bild eines „Verkehrspolizisten im Kopf“ beantworten. Er sortiert, ordnet und leitet die eingehenden Sinnesreize weiter, damit das Kind angemessen auf seine Umwelt reagieren kann. Dieses wegweisende Konzept wurde in den 1970er Jahren von der US-amerikanischen Psychologin und Ergotherapeutin Jean Ayres entwickelt. Heute ist es aus der modernen Pädagogik nicht mehr wegzudenken, da es die biologische Basis für jede Form von Lernen und Entwicklung beschreibt.
In der Praxis trennen wir zwischen der klinischen Sensorische Integrationstherapie und der allgemeinen sensorischen Förderung im Kita-Alltag. Während Therapeuten in spezialisierten Praxen gezielte neurologische Impulse setzen, schaffen pädagogische Fachkräfte in der Einrichtung wertvolle Erfahrungsräume für alle Sinne. Eine gut funktionierende Wahrnehmungsverarbeitung bildet das unsichtbare Fundament für schulisches Lernen und ein harmonisches Sozialverhalten. Ohne diese Basis werden einfache Aufgaben wie das Malen eines Kreises oder das Abwarten im Stuhlkreis oft zu einer unüberwindbaren Belastung für die kleinen Entdecker.
Woran erkennt man einen Förderbedarf?
Nicht jedes Kind, das im Morgenkreis unruhig hin und her rutscht, ist einfach nur „verhaltensauffällig“. Oft verbirgt sich dahinter ein wahrnehmungssuchendes Verhalten. Ein Kind mit einer Unterempfindlichkeit benötigt beispielsweise sehr starke Reize, wie festes Anstoßen oder lautes Rufen, um sich selbst und seine Umwelt überhaupt zu spüren. Im Gegensatz dazu reagieren überempfindliche Kinder oft mit Rückzug oder Aggression auf leise Geräusche oder leichte Berührungen. Pädagogen nutzen die gezielte Beobachtung im Alltag, um solche Muster zu erkennen. Studien gehen davon aus, dass etwa 5 bis 16 Prozent aller Kinder im Schulalter Herausforderungen bei der sensorischen Verarbeitung zeigen, die ihre Teilhabe am Alltag erschweren.
Ziele der SI-Therapie
Die Sensorische Integrationstherapie setzt genau hier an, um die Lebensqualität der Kinder nachhaltig zu steigern. Durch spielerische Angebote auf Therapieschaukeln oder in Kletterlandschaften werden das Gleichgewicht und die Tiefenwahrnehmung gezielt geschult. Die Therapie verfolgt dabei wesentliche Schwerpunkte:
- Verbesserung der Motorik: Die Hand-Auge-Koordination wird so gefestigt, dass feinmotorische Aufgaben wie das Schneiden mit der Schere leichter fallen.
- Stärkung des Selbstvertrauens: Wenn ein Kind lernt, seinen Körper sicher zu steuern, wächst der Mut für neue soziale Interaktionen.
- Regulation des Nervensystems: Kinder lernen, Reize besser zu filtern, was die Konzentrationsfähigkeit im Alltag massiv steigert.
Erfolge in der SI-Therapie zeigen sich oft schon nach einem Zeitraum von 10 bis 20 gezielten Einheiten. Das Kind agiert sicherer, wirkt ausgeglichener und begegnet seiner Umwelt mit neuer Neugier und Freude.
Die sieben Sinne verstehen: Wie Kinder ihre Welt ordnen
Die Welt eines Kindes ist ein Wirbelsturm aus Farben, Geräuschen und Empfindungen. Damit aus diesem Chaos ein klares Bild entsteht, leistet das Gehirn Schwerstarbeit. Wir unterscheiden dabei zwischen den vier Fernsinnen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken) und den drei essenziellen Basissinnen: dem Tastsinn, dem Gleichgewicht und der Eigenwahrnehmung. Diese Basissinne bilden das Fundament für jede gesunde Entwicklung. Wenn ein Kind konzentriert spielt, filtert sein Nervensystem pro Sekunde etwa 11 Millionen Informationseinheiten, von denen nur etwa 40 bewusst verarbeitet werden. Eine funktionierende Sensorische Integrationstherapie setzt genau hier an, um diesen Filterprozess zu unterstützen.
Besonders die Propriozeption (Eigenwahrnehmung) spielt eine Schlüsselrolle für die Entspannung. Sie gibt dem Gehirn Rückmeldung über die Stellung von Muskeln und Gelenken. Erhält ein Kind hier klare Signale, etwa durch festen Druck, Klettern oder das Tragen von Gegenständen, sinkt der Cortisolspiegel oft messbar. Diese tiefe Körpererfahrung hilft kleinen Entdeckern, nach einem turbulenten Vormittag wieder in die eigene Mitte zu finden und zur Ruhe zu kommen.
Das vestibuläre System: Alles im Gleichgewicht
Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr ist der Taktgeber der kindlichen Entwicklung. Schaukeln, Drehen und Hüpfen sind keine bloße Spielerei; sie stimulieren neuronale Bahnen, die sogar für die Sprachentwicklung entscheidend sind. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass eine gute vestibuläre Verarbeitung die räumliche Orientierung verbessert, was wiederum die Basis für das Verständnis von Grammatik und Satzbau bildet. In der Kita lässt sich dies spielerisch fördern. Ein einfacher Balancierbalken, Rollbretter oder eine gemütliche Hängematte bieten wertvolle Reize. Ob es sich dabei um Therapie oder Alltag? Sensorische Förderung handelt, verschwimmt oft im freien Spiel, da Bewegung die natürlichste Form des Lernens darstellt.
Taktile Wahrnehmung: Die Welt begreifen
Unsere Haut ist mit einer Fläche von bis zu 2 Quadratmetern das größte Sinnesorgan und dient als schützende Hülle sowie Kommunikationsmittel. Durch taktile Reize lernen kleine Entdecker ihre physischen Grenzen kennen. Matschspiele, das Kneten von Teig oder das Fühlen verschiedener Oberflächen wie Holz, Stein oder Wolle fördern die Differenzierungsfähigkeit des Gehirns. Reagiert ein Kind extrem empfindlich auf das Etikett im T-Shirt oder vermeidet es klebrige Substanzen konsequent, kann dies ein Hinweis auf eine taktile Überempfindlichkeit sein. Hier hilft eine behutsame Sensorische Integrationstherapie, um das Nervensystem schrittweise zu desensibilisieren.
Pädagogen können durch gezielte Angebote wie Barfußpfade oder Fühlboxen im Gruppenraum eine Umgebung schaffen, die Sicherheit bietet und die Neugier weckt. Für die passende Ausstattung solcher Sinnesräume finden Sie Inspiration bei unserem Bedarf für Krippe und Kindergarten, der speziell auf die Bedürfnisse kleiner Forscher zugeschnitten ist. So wird jeder Tag zu einer Einladung, die Welt mit allen Sinnen sicher zu erkunden.

Therapie oder Alltag? Sensorische Förderung im Kindergarten gestalten
Der Kindergarten ist weit mehr als ein Ort zum Spielen; er ist ein lebendiges Labor für die Sinne. Während eine gezielte Sensorische Integrationstherapie oft in spezialisierten Praxen stattfindet, lässt sich das Konzept der "sensorischen Diät" wunderbar in den Kita-Alltag integrieren. Dabei geht es nicht um starre Übungspläne. Vielmehr schaffen pädagogische Fachkräfte ein Buffet an Reizen, aus dem sich kleine Entdecker genau das nehmen, was ihr Nervensystem gerade benötigt.
Pädagogen fungieren hierbei als achtsame Begleiter der Sinne. Sie beobachten, ob ein Kind eher den kräftigen Druck beim Klettern sucht oder empfindlich auf die Raumakustik reagiert. Eine bewusste Raumgestaltung reduziert Stressfaktoren massiv. Studien zeigen, dass eine Reduktion des Nachhalls und der Einsatz von sanften Naturtönen die Konzentrationsfähigkeit um bis zu 20 Prozent steigern können. Wer die Grundlagen der Gesellschaft für Sensorische Integration (GSID) versteht, erkennt schnell, dass oft schon kleine Anpassungen im Gruppenraum große Wirkung zeigen.
Die Kuschelecke als Oase der Geborgenheit
Ein Rückzugsort ist essenziell, um das Nervensystem nach aktiven Phasen herunterzufahren. Durch den Einsatz von schweren Gewichtsdecken oder weichen Materialien erfährt das Kind eine klare körperliche Begrenzung. Diese Tiefensensibilität vermittelt Sicherheit und hilft dabei, Reize besser zu verarbeiten. Wenn Sie eine solche Kuschelecke einrichten, achten Sie auf eine optische Abgrenzung zum Rest des Raumes. Diese räumliche Barriere signalisiert dem Gehirn sofort: Hier ist Zeit für Entspannung und Ruhe.
Bewegungslandschaften für mutige Kletterer
Im Gegensatz zur Ruheoase fördern aktive Zonen die motorische Geschicklichkeit und das Gleichgewicht. Durch verschiedene Ebenen, Podeste und gezielte Hindernisse fordern Sie die Kinder heraus, ihre eigenen Grenzen spielerisch zu testen.
- Sicherheit zuerst: Alle Elemente müssen eine aktuelle TÜV-Zertifizierung besitzen, damit das Erkunden ohne Angst vor Verletzungen möglich ist.
- Vielfalt der Reize: Kombinieren Sie unterschiedliche Oberflächen wie Holz, Teppich oder Noppenmatten für taktile Erfahrungen.
- Gezielte Motorikförderung: Schräge Ebenen und Klettermöglichkeiten stärken die Eigenwahrnehmung und unterstützen den Erfolg einer begleitenden Sensorische Integrationstherapie im Alltag.
Durch diese bewusste Trennung von Aktivität und Ruhe ermöglichen Sie jedem Kind eine individuelle Entwicklung in seinem eigenen Tempo.
Die richtige Ausstattung für sensorische Erlebnisse: Worauf es ankommt
Qualität ist bei der Auswahl therapeutischer Spielzeuge die wichtigste Basis. Materialien für die Sensorische Integrationstherapie müssen täglichen Belastungen durch 20 bis 25 Kinder in einer Gruppe standhalten. Achten Sie auf eine exzellente Haptik und extreme Langlebigkeit. Hochwertiges Holz bietet gegenüber Kunststoff entscheidende Vorteile. Es besitzt ein natürliches Eigengewicht, eine individuelle Oberflächenstruktur und nimmt Körperwärme schnell an. Diese feinen Reize helfen kleinen Entdeckern, ihren Körper besser wahrzunehmen. Kunststoff wirkt im Vergleich oft kühl und bietet weniger differenzierte taktile Rückmeldungen für die Hautsinne.
Multifunktionale Möbel sind wahre Alleskünstler im Kita-Alltag. Ein Podest dient vormittags als mutige Kletterstation und nachmittags als kuscheliger Rückzugsort zum Verstecken. Bei intensiv genutzten Materialien spielt die Hygiene eine zentrale Rolle. Achten Sie konsequent auf abnehmbare Bezüge und Oberflächen, die gemäß geltenden Standards leicht zu desinfizieren sind. Das schützt die Gesundheit der Kinder und erhält den Wert der Ausstattung über viele Jahre hinweg. Investieren Sie in Produkte, die nach DIN EN 71-3 geprüft sind, um Schadstofffreiheit zu garantieren.
Beliebte Klassiker der sensorischen Integration
Das Bällebad bleibt ein unverzichtbares Element für die Tiefensensibilität. Tausende kleine Bälle erzeugen einen gleichmäßigen Druck auf den gesamten Körper. Das beruhigt das Nervensystem spürbar. Rollbretter und Balancierpfade fordern gezielt das Gleichgewicht und die motorische Planung heraus. Für ruhige Momente eignen sich Lichtboxen und Sandwannen ideal. Hier konzentrieren sich Kinder oft bis zu 30 Minuten lang auf feine Strukturen und visuelle Reize. Diese gezielte Förderung ist ein Kernaspekt der Sensorischen Integrationstherapie im pädagogischen Kontext.
Ergonomie für Erzieher und Kinder
Gute Ergonomie schont den Rücken und fördert die Ausdauer. Höhenverstellbare Tische lassen sich präzise auf die Körpergröße von 95 cm bis 155 cm anpassen. Das verhindert Fehlhaltungen bei kniffligen feinmotorischen Übungen. Dynamische Sitzmöbel wie Hocker mit abgerundeter Basis erlauben sanftes Wippen während des Malens. Dies unterstützt den natürlichen Bewegungsdrang, statt ihn zu unterdrücken. Schallabsorbierende Raumteiler reduzieren den Lärmpegel im Raum um messbare Dezibelwerte. Das schafft eine ruhige Atmosphäre, in der kleine Künstler Reize ohne Stress verarbeiten können.
Sensorische Integration mit Herz: Lösungen von Kigata für Ihre Einrichtung
Wir bei Kigata verstehen uns als Ihr verlässlicher Partner für ganzheitliche Raumkonzepte, die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung abholen. Die Sensorische Integrationstherapie erfordert eine Umgebung, die sowohl Sicherheit bietet als auch gezielte Reize setzt. Unsere SI-zertifizierten Produkte für Kitas und Schulen sind exakt darauf ausgerichtet, motorische Fähigkeiten und die Wahrnehmung spielerisch zu schulen. Dabei macht „Made in Germany“ bei unseren Fördergeräten den entscheidenden Unterschied. Wir setzen auf heimische Hölzer und strenge Qualitätskontrollen, damit Ihre Investition über viele Jahre hinweg Bestand hat und täglich Freude bereitet.
- Ganzheitliche Planung für Krippe, Kita und Schule
- TÜV-geprüfte Sicherheit und ergonomische Designs
- Nachhaltige Produktion direkt in Deutschland
- Rundum-Service von der Bedarfsanalyse bis zur Montage
Von der ersten Skizze bis zum finalen Aufbau begleiten wir Ihre Herzensprojekte mit Fachwissen und Leidenschaft. Wir wissen, dass ein gut gestalteter Raum den pädagogischen Alltag spürbar entlastet. Deshalb bieten wir Lösungen, die flexibel auf die Bedürfnisse kleiner Entdecker reagieren.
Individuelle Beratung für Ihren Gruppenraum
Jeder Raum erzählt eine eigene Geschichte. Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir Ihre spezifischen Bedarfe, um eine Umgebung zu schaffen, die Inklusion lebendig macht. In den letzten 5 Jahren haben wir über 450 Projekte in ganz Deutschland begleitet, bei denen wir spezielle Rückzugsorte und Bewegungslandschaften kombiniert haben. Unsere Experten in Gotha beraten Sie persönlich und bringen ihre jahrelange Erfahrung in Ihre Planung ein. Wir unterstützen Sie dabei, pädagogische Ziele in greifbare Raumkonzepte zu verwandeln, die Kinder begeistern und fördern.
Ein Blick in unser Sortiment
In unserem Sortiment finden Sie sorgfältig ausgewählte Highlights, die pädagogischen Mehrwert mit höchster Qualität verbinden. Von taktilen Wandelementen, die zum Fühlen einladen, bis hin zu flexiblen Polsterlandschaften bieten wir Lösungen für alle Sinne. Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit; 90 % unserer Holzprodukte stammen aus zertifizierter Forstwirtschaft. So fördern wir nicht nur die Kinder von heute, sondern achten auch auf die Welt von morgen. Gestalten Sie jetzt Räume, in denen Kinder sicher über sich hinauswachsen können.
Sensorische Welten gestalten: So fördern Sie kleine Entdecker nachhaltig
Die gezielte Förderung der sieben Sinne bildet das Fundament für jeden weiteren Lernschritt Ihrer Schützlinge. Durch eine professionell begleitete Sensorische Integrationstherapie lernen Kinder, komplexe Reize effizient zu verarbeiten und ihre Umwelt sicher zu ordnen. Aktuelle pädagogische Erhebungen aus dem Jahr 2023 zeigen, dass eine strukturierte Sinnesförderung die motorische Geschicklichkeit um bis zu 30 % steigern kann. Damit dieser Prozess gelingt, spielt die Qualität der Ausstattung eine entscheidende Rolle für den Kita-Alltag. Wir garantieren Ihnen TÜV-zertifizierte Sicherheit für alle Geräte. So liegt der Fokus voll auf dem sicheren Spielspaß.
Als Ihr Kita-Ausstatter mit Herz wissen wir, dass jede Einrichtung individuelle Anforderungen stellt. Unsere Experten bieten Ihnen eine persönliche Fachberatung, die pädagogischen Anspruch mit langlebiger Qualität vereint. Wir begleiten Sie mit einer herzlichen Betreuung, die kleine Entdecker und große Entscheider gleichermaßen begeistert. Schaffen Sie jetzt die Basis für eine gesunde Entwicklung. Verwandeln Sie Ihren Gruppenraum in ein echtes Paradies für die Sinne und unterstützen Sie Kinder dabei, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen.
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Häufig gestellte Fragen zur sensorischen Integrationstherapie
Was ist der Unterschied zwischen sensorischer Integration und Ergotherapie?
Die sensorische Integrationstherapie ist ein spezialisierter Teilbereich innerhalb der Ergotherapie. Während die allgemeine Ergotherapie die Handlungsfähigkeit im Alltag unterstützt, fokussiert sich die SI-Therapie gezielt auf das Zusammenspiel der Sinne im Gehirn. Therapeuten nutzen hierbei spielerische Ansätze, um die neurologische Verarbeitung von Reizen zu verbessern. Es geht darum, dass kleine Entdecker lernen, Informationen aus ihrer Umwelt besser zu ordnen und darauf passend zu reagieren.
Wann ist eine sensorische Integrationstherapie für ein Kind sinnvoll?
Eine Therapie ist ratsam, wenn Kinder im Alltag auffällige Schwierigkeiten bei der Reizverarbeitung zeigen. Das betrifft laut Studien etwa 5 bis 15 Prozent aller Kinder im Schulalter. Typische Anzeichen sind eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Probleme beim Gleichgewicht oder eine auffällige Tollpatschigkeit. Wenn die Entwicklung verzögert wirkt oder das Kind soziale Kontakte meidet, hilft die sensorische Integrationstherapie dabei, die sensorischen Grundlagen für das Lernen und Wohlbefinden zu festigen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine SI-Therapie?
Ja, die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland tragen die Kosten für die Behandlung vollständig. Voraussetzung dafür ist eine ärztliche Verordnung durch den Kinderarzt, der die Therapie als notwendiges Heilmittel einstuft. Eltern müssen lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung leisten. Diese beträgt aktuell 10 Euro pro Rezept plus 10 Prozent der Behandlungskosten, sofern keine Befreiung vorliegt. Private Kassen erstatten die Kosten je nach individuellem Tarif meist problemlos.
Wie lange dauert eine sensorische Integrationstherapie im Durchschnitt?
Eine einzelne Therapieeinheit dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten und findet ein bis zwei Mal pro Woche statt. Der gesamte Behandlungszeitraum erstreckt sich oft über 6 bis 12 Monate, um nachhaltige Erfolge zu erzielen. Erste positive Veränderungen in der Körperwahrnehmung bemerken Eltern häufig schon nach den ersten 10 bis 20 Sitzungen. Die Dauer hängt stark von den individuellen Fortschritten und den spezifischen Bedürfnissen des Kindes ab.
Können Erzieher sensorische Integration im Kita-Alltag leisten?
Erzieher führen keine medizinische Therapie durch, leisten aber einen wertvollen Beitrag durch eine sensorisch anregende Umgebung. Im Kita-Alltag schaffen pädagogische Fachkräfte durch Barfußpfade, Schaukeln oder Kletterwände wichtige Reizangebote für kleine Entdecker. Diese gezielten Bewegungsspiele unterstützen die natürliche Entwicklung und ergänzen eine professionelle sensorische Integrationstherapie ideal. Durch Beobachtung erkennen Erzieher zudem frühzeitig, welche Kinder eine zusätzliche Förderung durch Experten benötigen könnten.
Welche Spiele fördern die sensorische Integration besonders gut?
Spiele mit verschiedenen Texturen wie kinetischem Sand, Rasierschaum oder Linsen fördern die taktile Wahrnehmung hervorragend. Das Balancieren auf instabilen Untergründen oder das Schaukeln in einem Tuch stärkt das Gleichgewichtssystem und die Eigenwahrnehmung. Auch das „Pizza-Backen“, bei dem mit sanftem Druck auf dem Rücken des Kindes Bewegungen nachgeahmt werden, hilft dabei, Reize besser einzuordnen. Solche Aktivitäten machen Spaß und festigen ganz nebenbei die neurologischen Bahnen im Gehirn.
Ab welchem Alter kann sensorische Integrationstherapie begonnen werden?
Die Therapie kann bereits im Säuglingsalter ab dem 4. Lebensmonat beginnen, falls schwere Regulationsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen vorliegen. Häufiger wird die Behandlung jedoch im Kindergartenalter zwischen 3 und 6 Jahren gestartet. In dieser Phase ist das Nervensystem besonders anpassungsfähig und formbar. Ein frühzeitiger Beginn sorgt dafür, dass die Kinder mit gefestigten Sinnen in den Schulalltag starten und Herausforderungen dort besser meistern können.
Was versteht man unter einer sensorischen Verarbeitungsstörung?
Eine sensorische Verarbeitungsstörung liegt vor, wenn das Gehirn Informationen der acht Sinnessysteme nicht korrekt organisiert oder interpretiert. Das Nervensystem leitet die Signale zwar weiter, aber die Verarbeitung ist fehlerhaft. Betroffene Kinder reagieren dann oft überempfindlich auf leichte Berührungen oder nehmen Gefahren durch mangelndes Schmerzempfinden kaum wahr. Dies führt zu Stress im Alltag und kann die kognitive sowie emotionale Entwicklung des Kindes massiv beeinträchtigen.