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Ratgeber · Kindergarten

Vorschule im Kindergarten: Ideen und Übungen für den Übergang

Gute Vorschularbeit beginnt nicht am Arbeitsblatt, sondern beim gemeinsamen Bauen, Erzählen und Ausprobieren. Vorschule Kindergarten muss kein...

16 Min. Lesezeit Aktualisiert am 10.10.2026
Vorschule im Kindergarten: Ideen und Übungen für den Übergang
Praxisnah geplantWissen, Produktauswahl und Beratung sinnvoll verbinden
Vorschule Kindergarten gelingt alltagsnah, wenn Sie spielerische Lerngelegenheiten schaffen, statt den Grundschulunterricht vorwegzunehmen.
Sprache, Denken, Motorik, Selbstständigkeit und soziales Lernen lassen sich in Alltagssituationen aufgreifen, ohne starre Checklisten zu verwenden.
Nutzen Sie Morgenkreis, Bauecke, Bewegungsspiele und gemeinsames Gestalten als Anlässe zum Entdecken und Fragenstellen.

Gute Vorschularbeit beginnt nicht am Arbeitsblatt, sondern beim gemeinsamen Bauen, Erzählen und Ausprobieren. Vorschule Kindergarten muss kein zusätzlicher Stundenplan sein: Sie entsteht dort, wo Kinder im Alltag Fragen stellen, Aufgaben übernehmen und miteinander Lösungen finden. Gleichzeitig ist die Unsicherheit verständlich: Welche Erfahrungen helfen beim Schulstart, und wie lassen sie sich ermöglichen, ohne freies Spielen und individuelle Entwicklung aus dem Blick zu verlieren?

Dafür braucht es kein umfangreiches Zusatzprogramm. Mit kleinen, bewusst gestalteten Lerngelegenheiten begleiten Sie Kinder spielerisch und stärken unter anderem Sprache, Feinmotorik, Selbstständigkeit und soziales Lernen. Dieser Beitrag zeigt, wie Vorschularbeit in den Kita-Tag passt, welche Übungen sich unkompliziert integrieren lassen und wie Sie Kinder mit unterschiedlichen Interessen und Entwicklungsständen unterstützen. Außerdem erfahren Sie, wie der Austausch mit Familien und Grundschule den Übergang begleiten kann und wie passende Lern- und Spielmaterialien selbstbestimmtes Lernen ergänzen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Vorschule Kindergarten gelingt alltagsnah, wenn Sie spielerische Lerngelegenheiten schaffen, statt den Grundschulunterricht vorwegzunehmen.
  • Sprache, Denken, Motorik, Selbstständigkeit und soziales Lernen lassen sich in Alltagssituationen aufgreifen, ohne starre Checklisten zu verwenden.
  • Nutzen Sie Morgenkreis, Bauecke, Bewegungsspiele und gemeinsames Gestalten als Anlässe zum Entdecken und Fragenstellen.
  • Beobachten Sie Interessen und Voraussetzungen der Kinder, planen Sie passende Impulse und reflektieren Sie gemeinsam, was gut funktioniert.
  • Wählen Sie Lern- und Spielmaterialien nach Anlass und Alltagstauglichkeit aus. Sie ergänzen die pädagogische Begleitung, ersetzen sie aber nicht.

Vorschule im Kindergarten: Was sie leisten soll und was nicht

Was stärkt Kinder vor dem Schulstart, und woran erkennen Fachkräfte, was sie gerade beschäftigt? Entwicklungsschritte werden oft im Spiel sichtbar: Ein Kind erklärt seine Bauidee, wartet auf einen freien Platz oder bittet um Hilfe. Solche Situationen zeigen, welche Erfahrungen und Impulse gerade passen könnten.

Vorschularbeit begleitet Kinder dabei, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, sich auf neue Situationen einzustellen und Freude am Lernen zu erleben. Das ist eine Orientierung, keine Garantie für einen reibungslosen Schulstart. Vorschularbeit im Kindergarten knüpft an Interessen und Alltag an, statt die erste Klasse vorwegzunehmen. Die Vorschule in Deutschland kann je nach Verständnis und Ausgestaltung unterschiedliche Formen annehmen.

Vorschularbeit und Schulunterricht: Wo liegt der Unterschied?

Ein hilfreicher Merksatz für Teams und Familien lautet: Vorschularbeit ist die spielerische Begleitung von Kindern beim Entdecken, Üben und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten vor dem Schulstart. Er lenkt den Blick auf Lernprozesse statt auf eine Sammlung vorab festgelegter Aufgaben. Ein Gespräch über eine Geschichte kann ebenso wertvoll sein wie das Sortieren von Fundstücken oder das gemeinsame Planen eines Spiels.

Warum jedes Kind den Übergang anders erlebt

Kinder bringen unterschiedliche Erfahrungen, Interessen und Entwicklungstempi mit. Während ein Kind gern vor einer Gruppe erzählt, beobachtet ein anderes zunächst lieber. Manche suchen Herausforderungen beim Bauen, andere vertiefen sich in Rollenspiele oder kreative Tätigkeiten. Diese Unterschiede sind kein verlässlicher Maßstab dafür, ob ein Kind „bereit“ ist.

Beobachten Sie deshalb möglichst konkret: Was probiert das Kind selbst aus? Wann sucht es Unterstützung, und wobei bleibt es länger engagiert? Solche Beobachtungen helfen, passende Impulse anzubieten, ohne Kinder pauschal zu bewerten oder miteinander zu vergleichen. Ein Kind, das sich bei einer Aufgabe zurückhält, kann in einer anderen Situation seine Stärken zeigen.

Halten Sie Beobachtungen im Team fest und beziehen Sie die Perspektive des Kindes ein. Fragen wie „Was hat dir heute Spaß gemacht?“ oder „Was möchtest du noch einmal versuchen?“ machen Interessen sichtbar. Familien können ergänzen, welche Veränderungen oder Fragen sie zu Hause wahrnehmen. Geben Sie Kindern außerdem Gelegenheit, ihre Vorstellungen vom Schulstart auszudrücken. Ein Gespräch, eine Zeichnung oder ein selbst erfundenes Schulspiel kann zeigen, worauf sie sich freuen und was sie noch beschäftigt. So dürfen Kinder in ihrem eigenen Tempo über den Übergang sprechen.

Welche Fähigkeiten Vorschulkinder im Kindergarten stärken können

Für den Schulstart zählt mehr als Wissen über Buchstaben oder Zahlen. Kinder nutzen im Alltag verschiedene Fähigkeiten gleichzeitig: Sie hören zu, erinnern sich an Absprachen, probieren Lösungswege aus und verständigen sich mit anderen. Die Vorschule im Kindergarten kann diese Kompetenzen in vertrauten Situationen aufgreifen, ohne daraus eine feste Liste zu machen, die jedes Kind bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllen muss.

Schulrelevante Fähigkeiten wachsen vielfältig: Kinder lernen, indem sie denken, sprechen, handeln und gemeinsam mit anderen Erfahrungen sammeln. Die Kompetenzfelder helfen Fachkräften beim Beobachten und Planen. Sie sind keine pauschalen Kriterien dafür, ob ein Kind schulreif ist.

Sprache, frühe mathematische Erfahrungen und Neugier

Gespräche entstehen beim Ankommen, im Morgenkreis und beim gemeinsamen Betrachten einer Geschichte. Fragen Sie Kinder, was sie vermuten, woran sie sich erinnern oder was sie als Nächstes wissen möchten. Beim Erzählen können sie Erlebnisse ordnen, neue Wörter verwenden und anderen zuhören. Es geht nicht darum, jede Antwort zu korrigieren, sondern Gedanken und Austausch Raum zu geben.

Mathematische Erfahrungen stecken oft in Routinen: Kinder zählen Becher, sortieren Naturmaterialien nach Merkmalen oder entdecken beim Legen von Bausteinen ein wiederkehrendes Muster. Wenn ein Kind fragt, warum ein Turm kippt, wird auch Denken sichtbar. Fragenstellen, Vermuten und Ausprobieren gehören zum Lernen, selbst wenn der erste Lösungsversuch nicht funktioniert. Greifen Sie solche Momente auf, indem Sie nachfragen und Kindern Zeit für eigene Erklärungen geben.

Selbstständigkeit, Motorik und soziales Lernen

Selbstständigkeit zeigt sich in kleinen Schritten: Ein Kind wählt Material für eine Aufgabe, räumt eigene Dinge an den vorgesehenen Platz oder bittet gezielt um Unterstützung. Geben Sie Kindern dafür ausreichend Gelegenheit und Zeit. Eine alltagsnahe Aufgabe ist nicht automatisch leicht, aber sie kann eigene Lösungswege ermöglichen.

Bewegungs- und Konstruktionsspiele sprechen verschiedene Fähigkeiten an. Beim Bauen, Balancieren oder Gestalten koordinieren Kinder Bewegungen und treffen Entscheidungen. In einer gemeinsamen Bauecke kommt soziales Lernen hinzu: Wer verwendet welches Teil? Wie kann der Turm erweitert werden, wenn mehrere Kinder mitbauen möchten? Beobachten Sie zunächst. Stellen Sie bei Bedarf eine Frage oder unterstützen Sie die Kinder dabei, eine gemeinsame Lösung auszuhandeln.

Eine Spielsituation lässt sich selten nur einem Kompetenzfeld zuordnen. Beim gemeinsamen Bauen verbinden Kinder Sprache, Denken, Feinmotorik und Absprachen. Pädagogische Materialien können solche selbstbestimmten Lerngelegenheiten ergänzen, wenn sie zum Interesse der Kinder passen. Lehr- und Lernmittel für die Kita wählen Sie passend zum jeweiligen Lernanlass aus und beziehen sie in den Alltag ein, ohne das Spiel vorzugeben.

Vorschulideen für den Kita-Alltag: Lernen durch Spielen und Entdecken

Ein Vorschulimpuls muss kein zusätzliches Programm im Tagesablauf sein. Greifen Sie eine Situation auf, die sich ohnehin ergibt, und geben Sie den Kindern Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen. Die Beispiele nutzen vertraute Abläufe und vorhandenes Material. Passen Sie sie an die Interessen der Gruppe und das pädagogische Konzept Ihrer Einrichtung an. Material kann zum Entdecken einladen, ohne einen bestimmten Lernerfolg zu versprechen.

Lernimpulse aus Routinen und Gesprächen entwickeln

Im Morgenkreis oder beim Vorbereiten eines gemeinsamen Vorhabens können Kinder Beobachtungen und Vermutungen teilen. Fragen Sie offen: „Was fällt dir auf?“ oder „Wie könnten wir das herausfinden?“ So entsteht Raum für eigene Erklärungen, auch wenn noch keine eindeutige Antwort feststeht. Nutzen Sie Gegenstände aus dem Kita-Alltag, statt für jeden Impuls neues Material bereitzustellen.

  • Morgenkreis: Bitten Sie die Kinder, eine kleine Veränderung im Gruppenraum zu entdecken, etwa einen neu platzierten Gegenstand oder ein hinzugefügtes Bild. „Was ist heute anders?“ und „Warum könnte es dort stehen?“ regen zum genauen Hinsehen und Erzählen an. Greifen Sie unterschiedliche Beobachtungen auf und lassen Sie die Kinder ihre Vermutungen begründen.
  • Rollenspiel: Richten Sie mit vorhandenen Tüchern, Behältern und Papier einen kleinen Markt ein. Die Kinder entscheiden selbst, was angeboten wird und welche Rollen sie übernehmen möchten. Fragen wie „Was braucht jemand, der hier einkauft?“ oder „Wie können wir uns verständlich machen?“ geben neue Impulse. Begleiten Sie das Spiel, ohne den Ablauf festzulegen.

Spiel, Bewegung und Gestaltung sinnvoll verbinden

Bewegung und kreatives Gestalten eröffnen weitere Wege, ein Thema aufzugreifen. Wählen Sie Aufgaben mit mehreren möglichen Ergebnissen und knüpfen Sie an das an, was die Kinder gerade interessiert. Passendes pädagogisches Spielzeug kann ein Spielthema ergänzen. Es sollte aber nicht vorgeben, wie die Kinder damit umgehen oder was am Ende entstehen muss.

  • Bewegungsspiel: Laden Sie die Kinder ein, sich zu einem wechselnden Signal eine passende Bewegung auszudenken, etwa sich groß, klein oder ganz leise zu bewegen. „Welche Bewegung passt zu diesem Geräusch?“ eröffnet eigene Ideen. Achten Sie auf den verfügbaren Raum und verändern Sie das Signal, wenn die Gruppe eine neue Herausforderung sucht.
  • Gemeinsames Gestalten: Stellen Sie Papier, Stifte und wiederverwendbare Materialien bereit und schlagen Sie vor, ein gemeinsames Plakat zu einem Gruppenthema anzufertigen. „Was soll darauf zu sehen sein?“ oder „Wie können wir verschiedene Vorschläge unterbringen?“ helfen, Ideen zu sammeln. Sorgen Sie dafür, dass jedes Kind einen passenden Beitrag wählen kann.

Bei Vorschule Kindergarten geht es nicht darum, möglichst viele Übungen abzuhaken. Beobachten Sie, ob die Kinder den Impuls aufgreifen, eigene Varianten entwickeln oder das Thema später erneut ins Spiel bringen. Wenn das Interesse nachlässt, darf die Aktivität enden oder sich verändern. So bleiben Vorschulideen flexibel und lassen sich ohne zusätzlichen Stundenplan in den Kita-Alltag einbetten. Pädagogische Ausstattung kann solche selbstbestimmten Spielanlässe ergänzen. Pädagogische Ausstattung für Kitas lässt sich an konkreten Vorhaben und den vorhandenen Ressourcen ausrichten.

Vorschule im Kindergarten: Ideen und Übungen für den Übergang

Vorschularbeit planen: Beobachten, differenzieren und Beteiligte einbeziehen

Eine passende Vorschulplanung muss nicht mit einem fertigen Programm beginnen. Sie kann aus dem entstehen, was Kinder im Alltag beschäftigt. Beobachtungen helfen dem Team, Interessen aufzugreifen, Impulse gezielt vorzubereiten und anschließend einzuschätzen, ob sie zur Gruppe passen. So wird Vorschularbeit im Kindergarten nicht zu einer Sammlung gleicher Aufgaben, sondern zu einer gemeinsamen, flexiblen Planung.

Beobachtungen in passende Lernangebote übersetzen

Notieren Sie möglichst konkret, was Sie wahrnehmen: „Mia probiert verschiedene Wege, die Bausteine zu verbinden“ beschreibt eine Situation. Eine pauschale Einschätzung wie „Mia kann nicht bauen“ bewertet dagegen das Kind und lässt wichtige Einzelheiten offen. Achten Sie auch darauf, welche Fragen Kinder stellen, welche Materialien sie wählen und ob sie lieber allein, zu zweit oder in einer Gruppe spielen.

Aus solchen Beobachtungen lässt sich ein überschaubarer Planungskreislauf entwickeln:

  1. Alltag beobachten: Halten Sie Situationen, Fragen und Interessen fest, die wiederholt oder besonders engagiert auftauchen.
  2. Interessen sammeln: Vergleichen Sie im Team, welche Themen einzelne Kinder oder die Gruppe gerade verfolgen.
  3. Impuls planen: Wählen Sie eine offene Aufgabe und überlegen Sie, welches Material oder welcher Raum dafür sinnvoll ist.
  4. Gemeinsam reflektieren: Besprechen Sie, wie die Kinder den Impuls aufgenommen haben und was beim nächsten Mal angepasst werden könnte.

Differenzieren heißt nicht, für jedes Kind ein eigenes Angebot vorzubereiten. Ein Bauimpuls lässt sich zum Beispiel mit größeren oder kleineren Bauteilen, zusätzlichen Vorlagen oder mehr freien Gestaltungsmöglichkeiten variieren. Manche Kinder steigen direkt ein, andere beobachten zunächst oder arbeiten lieber mit wenigen Materialien. Bei Bedarf können Sie den Impuls vereinfachen, erweitern oder in einer Kleingruppe anbieten. Wichtig ist, verschiedene Zugänge offenzuhalten.

Eltern und Schule am Übergang beteiligen

Eltern kennen ihr Kind in anderen Situationen als das Kita-Team. Teilen Sie Beobachtungen wertschätzend und konkret, statt ein Kind auf einzelne Schwierigkeiten festzulegen. Fragen Sie, worauf sich das Kind freut, was es beschäftigt und welche Veränderungen die Familie wahrnimmt. So kommen Erwartungen und offene Fragen frühzeitig zur Sprache.

Auch ein Austausch mit der Grundschule kann Orientierung geben, etwa wenn sich Gelegenheiten für gegenseitiges Kennenlernen oder Gespräche ergeben. Abläufe und Formen der Zusammenarbeit unterscheiden sich je nach Region, Schule und Einrichtung. Stimmen Sie deshalb ab, was vor Ort möglich und für die Kinder hilfreich ist, ohne einen bundesweit einheitlichen Ablauf vorauszusetzen.

Auch die Raumgestaltung beeinflusst, welche Spiel- und Lerngelegenheiten im Alltag entstehen. Prüfen Sie im Team, welche Veränderungen an Räumen und vorhandenen Materialien sinnvoll sind. Beginnen Sie mit konkreten Fragen: Können Kinder benötigte Materialien selbst erreichen? Gibt es Platz für gemeinsames Arbeiten und zugleich Möglichkeiten, sich zeitweise zurückzuziehen? So richten Sie die Lernumgebung an den tatsächlichen Abläufen Ihrer Einrichtung aus.

Vorschule im Kindergarten gut umsetzen: Material und nächste Schritte

Die Auswahl passenden Materials beginnt mit einer pädagogischen Frage: Was möchten die Kinder gerade erkunden, und welche Möglichkeiten bietet der Kita-Alltag dafür? Für die Vorschule Kindergarten brauchen Sie nicht automatisch neue Ausstattung oder ein umfangreiches Programm. Prüfen Sie zuerst, was bereits vorhanden und für den geplanten Lernanlass gut zugänglich ist. Material unterstützt das Spiel, ersetzt aber weder die Beziehung zu den Kindern noch die pädagogische Begleitung.

Lernmaterialien passend zum pädagogischen Ziel auswählen

Offene Lern- und Spielsituationen profitieren von Materialien, die verschiedene Lösungswege zulassen und sich in den Alltag einfügen. Fragen Sie bei der Auswahl: Können Kinder selbstständig beginnen? Lässt sich das Material gemeinsam oder auf unterschiedliche Weise nutzen? Passt es zur Gruppensituation und zum verfügbaren Raum? Ein Angebot kann zum Erzählen, Gestalten, Bauen oder Bewegen einladen, ohne ein einheitliches Ergebnis vorzugeben.

Beziehen Sie auch die praktische Nutzung ein: Wo wird das Material aufbewahrt? Können Kinder es im Spiel erreichen und anschließend wieder einordnen? Möbel wie Regale oder Tische können eine klare Umgebung unterstützen, wenn sie zu den Abläufen und dem vorhandenen Raum passen. Sie schaffen Rahmenbedingungen, aber nicht von selbst einen Lernanlass. Entscheidend bleibt, wie Fachkräfte das Material einführen, begleiten und eigene Entscheidungen der Kinder ermöglichen.

Mit kleinen Schritten eine verlässliche Praxis entwickeln

Beginnen Sie mit wenigen wiederkehrenden Gelegenheiten, die sich gut in den Tagesablauf integrieren lassen. Beobachten Sie, welche Themen die Kinder aufgreifen, und besprechen Sie im Team, was sich bewährt hat. Ein starres Jahresprogramm ist dafür nicht nötig. Passen Sie Impulse an neue Interessen an und halten Sie fest, welche Materialien tatsächlich genutzt werden und welche eher liegen bleiben.

So entsteht eine nachvollziehbare Praxis: Das Team kann begründen, warum es ein Material auswählt, wie es eingesetzt wird und wann eine Veränderung sinnvoll sein könnte. Behalten Sie vorhandene Ressourcen im Blick. Vielleicht lässt sich ein Spiel mit Alltagsgegenständen beginnen, bevor Sie zusätzliches Material einplanen. Bei einer Anschaffung sollte der konkrete Einsatz im Raum und im Tagesablauf ausschlaggebend sein.

Kigata unterstützt Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen bei der Auswahl von Lernmitteln, pädagogischem Spielzeug und Ausstattung. Wenn Sie passende Materialien oder eine persönliche Fachberatung für Ihre Einrichtung suchen, finden Sie bei Kigata Unterstützung für Ihre Ausstattung. Der rote Faden bleibt: Kinderinteressen wahrnehmen, Angebote bewusst auswählen und den Übergang zur Schule gemeinsam und ohne unnötigen Leistungsdruck begleiten.

Setzen Sie den nächsten Vorschulimpuls bewusst

Der nächste Schritt muss kein neues Konzept sein. Wählen Sie eine Beobachtung aus dem Kita-Alltag aus, die Sie im Team weiterverfolgen möchten: ein wiederkehrendes Interesse, eine Frage oder eine Spielidee. Überlegen Sie gemeinsam, welcher kleine Impuls daran anknüpfen könnte und woran Sie erkennen, ob er zur Kindergruppe passt. So bleibt Vorschule Kindergarten nah an den Kindern und lässt sich Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Auch die Ausstattung sollte zum konkreten Vorhaben passen. Kigata unterstützt Bildungseinrichtungen deutschlandweit bei der Auswahl von Möbeln, Lernmaterialien und weiterer Ausstattung. Eine persönliche Fachberatung hilft Ihnen, den Bedarf zu ordnen und passende Lösungen nachvollziehbar zusammenzustellen.

Entdecken Sie passende Lern- und Spielmaterialien für Ihre Einrichtung und wählen Sie aus, was Ihre pädagogische Arbeit sinnvoll ergänzt. Mit aufmerksamer Begleitung, passenden Lerngelegenheiten und Raum für eigene Ideen können Kinder ihren Weg Richtung Schule in ihrem Tempo gehen.

Häufige Fragen zur Vorschule im Kindergarten

Was lernen Kinder in der Vorschule im Kindergarten?

Kinder sammeln Erfahrungen, die ihnen helfen können, sich in neuen Lern- und Gruppensituationen zurechtzufinden. Dazu gehört zum Beispiel, einer kurzen Erklärung zu folgen, bei Unklarheiten nachzufragen oder eigene Dinge für eine Aktivität bereitzulegen. Auch ein Erlebnis vor anderen zu erzählen, kann Sicherheit im Austausch geben. Die Vorschule im Kindergarten orientiert sich an der Entwicklung und den Interessen des einzelnen Kindes, nicht an einem einheitlichen Wissensstand.

Ab wann beginnt die Vorschule im Kindergarten?

Einen bundesweit einheitlichen Beginn gibt es nicht. Einrichtungen gestalten Vorschularbeit unterschiedlich; häufig liegt der Schwerpunkt im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung. Fragen Sie in Ihrer Kita nach, wann und in welcher Form Angebote stattfinden und wie sie in den Tagesablauf eingebunden sind. Auch die Regelungen zur Einschulung unterscheiden sich zwischen den Bundesländern. Behalten Sie deshalb den Zeitplan der Einrichtung und die Informationen des zuständigen Bundeslands gemeinsam im Blick.

Wie lange sollte ein Vorschulangebot im Kindergarten dauern?

Eine feste Dauer, die für jede Gruppe und jedes Angebot passt, gibt es nicht. Richten Sie die Länge danach aus, wie lange die Kinder bei der Sache bleiben und ob sie noch aktiv mitdenken oder gestalten. Ein Gesprächsimpuls kann kurz sein, während ein Bauvorhaben im freien Spiel länger weiterläuft. Planen Sie einen klaren Einstieg und lassen Sie Raum für Pausen oder einen späteren Wiedereinstieg, statt ein Angebot unnötig auszudehnen.

Müssen Vorschulkinder im Kindergarten Arbeitsblätter bearbeiten?

Nein, Arbeitsblätter sind keine allgemeine Voraussetzung für Vorschularbeit. Ob eine Kita sie nutzt, hängt von ihrem pädagogischen Konzept ab. Ein Blatt kann etwa eine bereits erlebte Sortieraufgabe festhalten oder Kindern eine Möglichkeit zum Zeichnen geben. Es sollte jedoch nicht darüber entscheiden, ob ein Kind etwas gelernt hat. Gespräche, praktische Tätigkeiten und Beobachtungen im Spiel zeigen oft andere Seiten des Lernens als eine schriftliche Aufgabe.

Wie können Eltern die Vorschularbeit im Kindergarten unterstützen?

Wie kann der Kindergarten Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen vorbereiten?

Der Kindergarten kann verschiedene Möglichkeiten zur Teilnahme anbieten, statt von allen Kindern denselben Lösungsweg zu erwarten. Bei einer gemeinsamen Aufgabe kann ein Kind zunächst beobachten, ein anderes direkt ausprobieren und ein weiteres die Idee mit Worten erklären. Fachkräfte können Material, Gruppengröße oder Unterstützung entsprechend anpassen und Entwicklungen über mehrere Situationen hinweg betrachten. Ein regelmäßiger Austausch im Team und mit den Eltern hilft, passende nächste Schritte abzustimmen, ohne Kinder miteinander zu vergleichen.

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