Persönliche Beratung: 03621 – 7366330

Service & Bestell-Hotline: 03621 – 7366330

PAYPAL, KLARNA, RATENZAHLUNG UND RECHNUNG

Ratgeber · Kindergarten

Churermodell: Moderne Lernräume gezielt gestalten

Was verändert einen Klassenraum stärker: neue Möbel oder eine andere Nutzung des vorhandenen Raums? Das Churermodell verbindet beides mit der...

17 Min. Lesezeit Aktualisiert am 09.10.2026
Churermodell: Moderne Lernräume gezielt gestalten
Praxisnah geplantWissen, Produktauswahl und Beratung sinnvoll verbinden
Verstehen Sie das Churermodell als Zusammenspiel von Unterrichtsgestaltung und Raumnutzung, nicht als reine Möbelanordnung.
Planen Sie Lernbereiche ausgehend von den Aufgaben, Abläufen und Bedürfnissen Ihrer Schule.
Verbinden Sie Wahlmöglichkeiten mit verständlichen Absprachen und verlässlichen Routinen.

Was verändert einen Klassenraum stärker: neue Möbel oder eine andere Nutzung des vorhandenen Raums? Das Churermodell verbindet beides mit der Unterrichtsgestaltung. Statt einer festen Ausrichtung auf die Tafel entsteht eine Lernlandschaft, in der kurze gemeinsame Inputs, differenzierte Aufgaben und individuelle Lernwege Platz finden. Für Schulen bedeutet das: Das Konzept geht über eine neue Sitzordnung hinaus.

In der Umsetzung stellen sich konkrete Fragen: Welche Lernbereiche braucht die Klasse? Wie wechseln die Schülerinnen und Schüler zwischen ihnen? Und wie lassen sich neue Abläufe im Unterricht verankern? Entscheidend ist, dass Raum und Unterricht zusammenspielen. Die Lernenden erhalten Möglichkeiten, Aufgabe, Arbeitsplatz und Lernpartner passend zu wählen. Klare Routinen geben ihnen dabei Orientierung.

Dieser Artikel erläutert die pädagogischen Prinzipien des Churermodells und zeigt, was sie für die Gestaltung eines Klassenraums bedeuten. Sie erfahren, wie Lernorte und Ausstattung unterschiedliche Arbeitsformen unterstützen können, ohne Möbel als pädagogische Lösung für sich allein zu betrachten. So erhalten Sie eine Grundlage, um die Planung an den tatsächlichen Abläufen und Bedürfnissen Ihrer Schule auszurichten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Verstehen Sie das Churermodell als Zusammenspiel von Unterrichtsgestaltung und Raumnutzung, nicht als reine Möbelanordnung.
  • Planen Sie Lernbereiche ausgehend von den Aufgaben, Abläufen und Bedürfnissen Ihrer Schule.
  • Verbinden Sie Wahlmöglichkeiten mit verständlichen Absprachen und verlässlichen Routinen.
  • Prüfen Sie bei der Weiterentwicklung des Klassenraums Grundriss, Bewegungswege und vorhandene Möblierung gemeinsam.
  • Wählen Sie Schulmöbel danach aus, wie sie im konkreten Lernalltag genutzt werden und welche Abläufe sie unterstützen.

Was ist das Churermodell? Unterricht und Raum gemeinsam denken

Das Churermodell verknüpft die Gestaltung des Unterrichts mit der Nutzung des Klassenraums. Es geht also nicht nur darum, wo Tische und Stühle stehen. Ebenso wichtig ist, wie Lernaufgaben organisiert sind und welche Entscheidungen die Schülerinnen und Schüler treffen können. Der Raum wird damit Teil der pädagogischen Planung, aber nicht zu deren Ersatz.

Zitierfähige Definition: Das Churermodell ist ein pädagogisches Konzept, das eine vielfältig genutzte Lernumgebung mit kurzen gemeinsamen Unterrichtsphasen, differenzierten Aufgaben und Wahlmöglichkeiten für die Lernenden verbindet.

Welche Idee steckt hinter dem Churermodell?

Im Mittelpunkt stehen eine Lernlandschaft ohne feste Ausrichtung auf den Frontalunterricht, kurze gemeinsame Inputs im Kreis und Aufgaben, die unterschiedliche Lernwege ermöglichen. Schülerinnen und Schüler können Aufgabe, Arbeitsplatz und Lernpartner wählen. „Differenziert“ bedeutet hier, Lernangebote an unterschiedliche Lernstände und Bedürfnisse anzupassen. Die Wahlfreiheit bleibt dabei in einen gemeinsamen Rahmen eingebettet.

Das Konzept verbindet räumliche Vielfalt mit einer Unterrichtsorganisation, die Selbstständigkeit und individuelle Förderung unterstützen soll. Es gehört zum offenen Unterricht: Lernende erhalten innerhalb vereinbarter Ziele und Regeln mehr Gestaltungsspielraum. Einen allgemeinen Überblick zu Merkmalen und Formen bietet der Beitrag zu Offenem Unterricht. Das Churermodell ist kein festes Einrichtungsschema, das unabhängig von Klasse und Unterricht übernommen werden muss.

Warum spielt der Klassenraum für das Lernen eine Rolle?

Die Anordnung beeinflusst, wie sich Lernende durch den Raum bewegen, wo sie gemeinsam arbeiten und welche Arbeitsplätze sie erreichen können. Sie kann Unterrichtsabläufe erleichtern oder erschweren. Entscheidend ist, ob die Einrichtung zur geplanten Nutzung passt: Für einen kurzen gemeinsamen Input im Kreis braucht es eine andere Anordnung als für eine Phase, in der einzelne Kinder selbstständig an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten.

Auch die Übergänge zwischen den Phasen zählen. Wenn die Klasse nach einer gemeinsamen Einführung an verschiedenen Plätzen weiterarbeitet, sollten Wege frei und Materialien erreichbar sein. Sonst führen Wahlmöglichkeiten möglicherweise zu unnötigem Suchen oder Gedränge. Eine nachvollziehbare Raumstruktur hilft den Lernenden, Arbeitsbereiche wiederzuerkennen und Absprachen einzuhalten. Sie gibt Orientierung, ohne allen denselben Weg vorzuschreiben.

  • Gemeinsamer Austausch: Eine Anordnung für den Kreis unterstützt kurze Einführungen und gemeinsame Besprechungen.
  • Individuelle Arbeitsphasen: Unterschiedliche Arbeitsplätze können verschiedene Aufgaben und Arbeitsweisen aufnehmen.
  • Wechsel zwischen Phasen: Freie Wege und verständliche Abläufe erleichtern den Übergang vom gemeinsamen Input zur Einzel- oder Partnerarbeit.

Diese Möglichkeiten machen einen Raum nicht automatisch lernwirksam. Dafür braucht es passende Aufgaben, verständliche Absprachen und eine Unterrichtsplanung, die zum Alter und zu den Bedürfnissen der Klasse passt. Die räumliche Gestaltung kann pädagogische Ziele unterstützen. Lernerfolg lässt sich jedoch nicht allein aus der Möblierung ableiten.

Lernorte, Wahlmöglichkeiten und Routinen im Churermodell verstehen

Ein Lernort muss weder ein eigener Raum noch eine dauerhaft eingerichtete „Lerninsel“ sein. Auch ein Bereich, der im Unterricht eine bestimmte Funktion erfüllt, kann als Lernort dienen. Für die Planung hilft die Frage: Was sollen die Lernenden hier tun, und welche Orientierung brauchen sie dafür? Im Churermodell greifen die Nutzung der Arbeitsplätze, die Aufgaben und die Absprachen im Unterricht ineinander.

Wie lassen sich unterschiedliche Lernorte beschreiben?

Die offizielle Konzeptbeschreibung nennt gemeinsame Phasen im Kreis, differenzierte Lernaufgaben und Wahlmöglichkeiten bei Arbeitsplatz und Lernpartner. Daraus können Sie Funktionen für den eigenen Raum ableiten, ohne eine bestimmte Zahl oder feste Einrichtungstypen vorauszusetzen. Das Offizielle Konzept des Churermodells bietet den fachlichen Bezug. Welche Bereiche sinnvoll sind, hängt vom Grundriss, der Klassengröße und dem Unterrichtsalltag ab.

Zur Orientierung können Sie Arbeitsplätze nach ihrer Funktion betrachten: Wo kommt die Klasse zum Austausch zusammen? Wo kann ein Kind eine Aufgabe selbstständig bearbeiten? Wo ist Zusammenarbeit vorgesehen? Das sind Planungsfragen, keine vorgeschriebenen Raumzonen. Ein Platz kann je nach Unterrichtsphase unterschiedlich genutzt werden, wenn Aufgabe und Absprachen für die Lernenden verständlich bleiben.

  • Gemeinsame Phase: Die Klasse hört einen kurzen Input oder tauscht sich aus. Ein vereinbarter Treffpunkt und ein klares Signal für Beginn und Ende schaffen Orientierung.
  • Individuelle Vertiefung: Lernende bearbeiten Aufgaben an geeigneten Arbeitsplätzen. Ein verständlicher Auftrag und eine Absprache für Fragen erleichtern die selbstständige Arbeit.
  • Zusammenarbeit: Lernpartner bearbeiten eine Aufgabe gemeinsam. Klären Sie vorher, wie sie sich abstimmen und welches Material sie benötigen.

Welche Rolle spielen Rituale und Übergänge?

Wiederkehrende Abläufe können den Wechsel zwischen Unterrichtsphasen verständlicher machen. Eine Lehrkraft kann zum Beispiel ein Zeichen für den Beginn der Arbeitsphase vereinbaren oder mit der Klasse klären, wie Materialien geholt und zurückgelegt werden. Solche Routinen sind Möglichkeiten für die eigene Unterrichtsplanung, keine feste Ritualfolge des Modells. Sie sollten zur Altersgruppe passen und im Alltag eingeübt werden.

Besonders wichtig ist der Übergang von der gemeinsamen Besprechung zur selbstständigen Arbeit. Klären Sie mit der Klasse, welche Aufgabe zuerst ansteht, wo die Lernenden arbeiten können und wie sie Unterstützung erhalten. Eine einfache Rückkehrregel hilft ebenfalls: Wohin kommt verwendetes Material, und woran erkennen alle, dass die Arbeitsphase beendet ist? Wenige verlässliche Absprachen sind häufig leichter anzuwenden als viele Einzelregeln.

So ergänzen sich Wahlfreiheit und Struktur. Die Lernenden treffen innerhalb eines vereinbarten Rahmens Entscheidungen, während gemeinsame Signale und verständliche Aufträge Orientierung geben. Prüfen Sie die Anordnung im laufenden Unterricht: Entstehen unnötige Wege? Warten Lernende auf Material? Ist unklar, welcher Bereich für eine Aufgabe gedacht ist? Solche Beobachtungen zeigen, ob die geplanten Funktionen zum tatsächlichen Schulalltag passen.

Churermodell: Struktur statt Beliebigkeit

Wahlmöglichkeiten im Unterricht können zunächst nach „Jede und jeder macht, was er will“ klingen. Das ist jedoch nicht das Ziel. Selbstständiges Arbeiten braucht verständliche Aufgaben, verlässliche Absprachen und eine Lehrkraft, die den Lernprozess im Blick behält. Offenheit bedeutet, innerhalb eines vereinbarten Rahmens entscheiden zu können, nicht auf Orientierung zu verzichten.

Kernaussage: Offen gestaltete Lernwege brauchen nachvollziehbare Absprachen, damit Wahlmöglichkeiten übersichtlich und im Unterricht nutzbar bleiben.

Das Churermodell verbindet individuelle Lernwege mit einer gemeinsamen Unterrichtsstruktur. IQES Online ordnet das Konzept unter anderem in die Binnendifferenzierung und die veränderte Nutzung des Klassenraums ein. Binnendifferenzierung bedeutet, Lernangebote innerhalb einer Klasse an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anzupassen. Weitere Informationen bietet der Beitrag Das Churer Modell: Binnendifferenzierung und Raumgestaltung.

Wie bleiben Wahlmöglichkeiten im Unterricht übersichtlich?

Klären Sie vor einer Arbeitsphase, was die Lernenden erledigen sollen, welche Materialien sie brauchen und woran sie erkennen, dass sie fertig sind. Je nach Alter kann die Lehrkraft diese Schritte mündlich besprechen, sichtbar festhalten oder gemeinsam mit der Klasse einüben. Entscheidend ist nicht die Form, sondern dass die nächsten Schritte verständlich sind.

  • Aufgabe: Was soll bearbeitet werden, und welches Ergebnis wird erwartet?
  • Arbeitsplatz: Welche Plätze stehen für diese Aufgabe zur Verfügung, und wie nehmen die Lernenden Rücksicht aufeinander?
  • Material: Wo finden die Lernenden die benötigten Materialien, und wohin räumen sie diese anschließend zurück?
  • Unterstützung: Was können Kinder bei einer Frage zunächst selbst versuchen, und wie zeigen sie, dass sie Hilfe brauchen?

Diese Absprachen sind Beispiele für die Unterrichtsplanung, keine einheitliche Vorgabe des Modells. Beobachten Sie, ob die Klasse mit der Aufgabe beginnt, die Materialien passend nutzt und die vereinbarten Arbeitsplätze funktionieren. Wenn einzelne Schritte unklar bleiben oder eine Regel im Alltag nicht trägt, kann die Lehrkraft den Auftrag, die Erklärung oder die Organisation anpassen.

Welche Herausforderungen sollten Schulen mitdenken?

Mehrere Arbeitsformen im selben Raum stellen unterschiedliche Anforderungen. Gespräche bei der Partnerarbeit können andere Lernende ablenken. Häufige Wege zu gemeinsam genutztem Material können Unruhe erzeugen. Engstellen fallen besonders auf, wenn sich viele Kinder gleichzeitig bewegen. Das sind keine Gründe, offene Lernformen pauschal abzulehnen. Es sind Punkte, die Schulen bei der Planung und Erprobung berücksichtigen sollten.

Welche Lösungen passen, hängt vom Grundriss, der Gruppengröße, den Aufgaben und den Abläufen der Klasse ab. Prüfen Sie im Unterricht, wo sich Geräusche bündeln, welche Wege regelmäßig genutzt werden und ob verschiedene Arbeitsphasen gleichzeitig stattfinden können. Manchmal reicht eine organisatorische Anpassung, etwa ein klarer Ablauf für die Materialnutzung. In anderen Fällen zeigt die Beobachtung, dass auch die räumliche Anordnung verändert werden sollte.

Wenn Sie pädagogische Abläufe und Ausstattung gemeinsam betrachten möchten, besprechen Sie Ihre Raumplanung mit Kigata.

Churermodell: Moderne Lernräume gezielt gestalten

Das Churermodell planen: Lernraum Schritt für Schritt weiterentwickeln

Ein Lernraum muss nicht auf einmal vollständig umgestaltet werden. Sinnvoll ist ein Vorgehen, das pädagogische Ziele und räumliche Bedingungen gemeinsam betrachtet: Was soll sich im Unterricht verändern? Was funktioniert bereits gut? Welche Anpassung lässt sich im Alltag erproben? So wird die Planung des Churermodells zu einem Entwicklungsprozess statt zu einem pauschalen Umbau.

Wie beginnt die Bestandsaufnahme des Klassenraums?

Beginnen Sie mit den Abläufen, nicht mit dem Möbelkatalog. Halten Sie fest, wann die Klasse gemeinsam arbeitet, wann Einzel- oder Partnerarbeit stattfindet und wie oft Lernende Material holen oder den Platz wechseln. Ein einfacher Grundriss macht stark genutzte Wege, selten verwendete Bereiche und mögliche Engstellen sichtbar. Beziehen Sie Lehrkräfte und Lernende ein: Ihre Erfahrungen zeigen, welche Anforderungen der Raum im Alltag erfüllen muss.

  • Schritt 1: Ziele klären. Benennen Sie, welche Unterrichtssituation Sie besser unterstützen möchten. Formulieren Sie das konkret, zum Beispiel: „Material für die Arbeitsphase soll leichter erreichbar sein.“
  • Schritt 2: Nutzung erfassen. Notieren Sie typische Unterrichtsphasen, genutzte Arbeitsplätze und wiederkehrende Wege. Halten Sie auch fest, welche Bereiche kaum verwendet werden.
  • Schritt 3: Raum gemeinsam prüfen. Vergleichen Sie Grundriss, Laufwege und vorhandene Möblierung. Sind die Arbeitsplätze gut erreichbar? Passt die Anordnung zu den geplanten Abläufen?
  • Schritt 4: Eine Anpassung auswählen. Wählen Sie zunächst eine überschaubare Veränderung, die direkt mit dem vereinbarten Ziel zusammenhängt. Legen Sie fest, woran Sie erkennen, ob sie im Unterricht hilfreich ist.
  • Schritt 5: Erproben und auswerten. Beobachten Sie die Nutzung im Alltag und sammeln Sie Rückmeldungen. Vergleichen Sie die Erfahrungen mit dem ursprünglichen Ziel, bevor Sie die Veränderung beibehalten oder weiterentwickeln.

Wie lassen sich Raumänderungen alltagstauglich erproben?

Beginnen Sie die Erprobung mit einer klaren Beobachtungsfrage. Wenn Sie zum Beispiel einen Materialplatz neu anordnen, achten Sie darauf, ob die Lernenden ihn wie vorgesehen nutzen und ob dadurch andere Abläufe erschwert werden. Halten Sie Beobachtungen knapp fest: Was lief wie geplant? Wo entstanden Wartezeiten, zusätzliche Wege oder Rückfragen? So stützen Sie die nächste Entscheidung auf konkrete Erfahrungen statt auf den ersten Eindruck.

Beurteilen Sie Veränderungen nicht isoliert. Eine neue Anordnung passt nur dann, wenn sie zu den Aufgaben, der Klassensituation und der Arbeitsweise der Lehrkräfte passt. Manchmal genügt es, eine Absprache zu präzisieren. In anderen Fällen lohnt sich eine genauere Prüfung der Möblierung oder der Bewegungswege. Stimmen Sie Ihre individuelle Raumplanung mit Kigata ab, damit pädagogische Abläufe und die konkrete Raumsituation Ihrer Schule gemeinsam berücksichtigt werden.

Passende Schulmöbel für Lernräume nach dem Churermodell auswählen

Schulmöbel unterstützen geplante Lernformen, ersetzen aber keine pädagogische Planung. Prüfen Sie zuerst, welche Tätigkeiten im Klassenraum stattfinden und welche Anforderungen sich daraus an Tische, Sitzgelegenheiten und Aufbewahrung ergeben. Beim Churermodell zählt nicht nur, ob Möbel zum Erscheinungsbild passen. Wichtig ist, ob sie die vorgesehenen Abläufe im Unterricht ermöglichen.

Welche Kriterien helfen bei der Möbelauswahl?

Betrachten Sie die Anforderungen einzeln, bevor Sie Modelle vergleichen. So erkennen Sie, welche Ausstattung einen konkreten Bedarf erfüllt und welche Veränderung vor allem das Erscheinungsbild des Raums betrifft.

  • Nutzung: Welche Tätigkeiten finden statt, etwa Einzelarbeit oder gemeinsames Arbeiten? Passen Tischform und Sitzgelegenheiten zu den vorgesehenen Situationen?
  • Bewegungswege: Wo gehen Lernende regelmäßig entlang? Können sie zwischen Arbeitsplätzen wechseln, ohne häufig genutzte Wege zu blockieren?
  • Aufbewahrung: Welche Materialien werden im Unterricht gebraucht? Wo liegen sie, und können die Lernenden sie erreichen und wieder zurückräumen?
  • Anpassbarkeit: Soll ein Bereich im Tagesverlauf unterschiedlich genutzt werden? Lässt die Möblierung solche Wechsel im vorhandenen Raum zu?

Berücksichtigen Sie die Altersgruppen und konkreten Unterrichtssituationen. Fragen Sie das Kollegium, welche Abläufe gut funktionieren und wo es im Alltag hakt. Müssen Arbeitsplätze häufig gewechselt werden? Sollen Materialien selbstständig erreichbar sein? Klare Antworten helfen Ihnen, Schulstühle und Tische nach ihrem Einsatz zu beurteilen, statt sich allein von Form oder Farbe leiten zu lassen.

Wie wird aus pädagogischen Zielen ein Raumkonzept?

Übersetzen Sie jedes Ziel in eine konkrete Anforderung. Wenn Lernende häufiger in kleinen Gruppen arbeiten sollen, überlegen Sie, wo diese Zusammenarbeit stattfinden kann und wie die übrigen Arbeitsplätze erreichbar bleiben. Sollen Materialien selbstständig genutzt werden, beziehen Sie Aufbewahrung und Zugänglichkeit in die Planung ein. Prüfen Sie Ihre Überlegungen anhand des vorhandenen Grundrisses und der Abläufe im Schulalltag.

Eine persönliche Fachberatung hilft dabei, pädagogische Anforderungen mit der Auswahl geeigneter Schulmöbel und Lernmaterialien abzugleichen. Kigata unterstützt Schulen und Bildungseinrichtungen dabei, die Produktauswahl nachvollziehbar auf das konkrete Vorhaben auszurichten. Fordern Sie ein individuelles Angebot an und beschreiben Sie, wie der Raum genutzt werden soll.

Starten Sie mit einem passenden nächsten Schritt

Ein Lernraum entwickelt sich nicht allein durch neue Möbel. Entscheidend sind Entscheidungen, die zu den pädagogischen Zielen und zum Schulalltag passen. Nutzen Sie das Churermodell als Anlass, im Kollegium zu klären, welche Lernbedingungen Sie schaffen möchten und woran Sie erkennen, ob Ihre Planung im Alltag funktioniert.

Wenn Sie von der Idee zur konkreten Raumplanung übergehen, besprechen Sie Ihre Anforderungen mit Kigata. Die persönliche Fachberatung unterstützt Schulen und Bildungseinrichtungen dabei, passende Schulmöbel und eine stimmige Ausstattung auszuwählen. Gemeinsam mit Cosy entwickelt Kigata individuelle Raumkonzepte und begleitet Vorhaben von der ersten Idee bis zur Lieferung und auf Wunsch zum Aufbau.

Besprechen Sie Ihre Raumplanung und Möbelauswahl mit Kigata. Gemeinsam können Sie die nächsten Schritte planen und die Ausstattung auf die Menschen und Abläufe Ihrer Schule abstimmen.

Häufige Fragen zum Churermodell

Ist das Churermodell eine Unterrichtsmethode oder ein Raumkonzept?

Das Churermodell verbindet Unterrichtsgestaltung und Raumnutzung. Es ist also weder ausschließlich eine Methode noch allein ein Einrichtungskonzept. Pädagogische Entscheidungen beeinflussen, wie der Klassenraum genutzt wird. Die räumliche Anordnung kann wiederum bestimmte Arbeitsweisen unterstützen. Für die Praxis heißt das: Stellen Sie nicht nur Möbel um, sondern überlegen Sie auch, welche Aufgaben, Lernwege und Rollen der Lehrkraft im Unterricht vorgesehen sind.

Kann eine Schule das Churermodell ohne Umbau umsetzen?

Ja, erste Schritte sind auch ohne baulichen Umbau möglich. Eine Klasse kann zum Beispiel vorhandene Tische anders anordnen oder Sitzplätze für eine gemeinsame Unterrichtsphase neu nutzen. Klären Sie vorher, welche Abläufe die Veränderung unterstützen soll und ob sie im Alltag praktikabel ist. Erst die Erprobung zeigt, ob die vorhandene Ausstattung genügt oder Anpassungen bei Möbeln oder Aufbewahrung sinnvoll sind.

Wie viel Platz braucht ein Klassenraum für das Churermodell?

Eine allgemeingültige Mindestfläche lässt sich dafür nicht nennen. Entscheidend ist, wie viele Lernende den Raum nutzen, welche Arbeitsformen stattfinden und welche Wege dafür nötig sind. Zeichnen Sie den Grundriss auf und markieren Sie Türen, Möbel und häufige Laufwege. So erkennen Sie, ob die geplanten Nutzungen in den vorhandenen Raum passen. Bei wenig Fläche können Bereiche zeitlich unterschiedlich genutzt werden, statt zusätzliche feste Zonen einzurichten.

Müssen Kinder im Churermodell ihren Lernort selbst wählen?

Nein, der Arbeitsplatz muss nicht in jeder Unterrichtsphase frei gewählt werden. Die Lehrkraft kann festlegen, welche Plätze für eine bestimmte Aufgabe zur Verfügung stehen oder wann alle gemeinsam an einem Ort arbeiten. Wichtig ist, dass die Entscheidungsmöglichkeiten zur Aufgabe und zum Entwicklungsstand der Kinder passen. Bei einer neuen Arbeitsform kann die Auswahl zunächst begrenzt sein und später erweitert werden, wenn die Abläufe vertrauter sind.

Welche Rolle übernimmt die Lehrkraft im Churermodell?

Die Lehrkraft plant Lernaufgaben, gibt Orientierung und begleitet die Arbeit der Klasse. Sie erklärt Ziele und Abläufe, beobachtet, wie die Lernenden mit den Aufgaben umgehen, und unterstützt bei Bedarf. Das bedeutet nicht, dass sie sich zurückzieht oder weniger plant. Vielmehr bereitet sie passende Lernangebote vor und schätzt ein, wann ein Kind eine Erklärung, eine Rückmeldung oder einen nächsten Arbeitsschritt braucht.

Eignet sich das Churermodell für jede Schule und jede Klassenstufe?

Das lässt sich nicht pauschal bejahen. Schulen unterscheiden sich durch Raumgrößen, Klassenzusammensetzung, Unterrichtsabläufe und verfügbare Ausstattung. Auch wie selbstständig Lernende eine Aufgabe bearbeiten können, hängt von ihrer Erfahrung und ihrem Alter ab. Prüfen Sie daher im Kollegium, welche Elemente zu Ihrem Unterricht passen, und erproben Sie diese gezielt. Eine unveränderte Übernahme ist nicht für jede Klasse sinnvoll.

Welche Möbel sind für einen Lernraum nach dem Churermodell erforderlich?

Eine verbindliche Möbelliste gibt es nicht. Wählen Sie Möbel passend zu den geplanten Unterrichtssituationen und den Lernenden aus. Prüfen Sie, ob Tische und Sitzgelegenheiten die vorgesehenen Arbeitsweisen ermöglichen, Materialien sinnvoll untergebracht sind und Bewegungswege frei bleiben. Berücksichtigen Sie auch, ob Möbel regelmäßig umgestellt werden sollen. Entscheidend ist ihre Funktion im Raum, nicht eine bestimmte Optik oder ein einzelnes Möbelstück.

Artikel von

Kigata

Passend zum Thema

Lösungen für die Raumgestaltung

Direkte Einstiege in passende Bereiche des Kigata-Sortiments.

Alle Produkte →

Von der Idee zum Raum

Planung für Ihre Einrichtung

Wir verbinden pädagogische Anforderungen, vorhandene Flächen und passende Produkte zu einer umsetzbaren Lösung.

Transparente Versandkosten

Transparente Transport- und Verpackungskosten sichtbar im Checkout. Teilweise Kostenlos

Rechnungskauf & Ratenzahlung

Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel 30 Tage oder bequem in Raten

2% Skonto

Bei Zahlung mit Vorkasse 2% Skonto

100% Sicher Einkaufen

Verschlüsselt und sicher einkaufen!

Vertrag widerrufen