Musliminnen und Muslime erinnern bei diesem Fest an Abrahams Bereitschaft, Gottes Willen zu folgen, und an Gottes Barmherzigkeit. Es beginnt am 10. Tag des islamischen Monats Dhū l-Hiddscha und dauert vier Tage. Gebete, eine traditionelle Opfergabe und das Teilen prägen die Feier.
Vielleicht kennen Sie das Opferfest vor allem vom Namen oder von Bildern gemeinsamer Mahlzeiten. Seine Bedeutung wird auch durch die Geschichte Abrahams und die damit verbundenen Werte deutlich: Dankbarkeit, Glaube und Fürsorge für Bedürftige.
Hier erfahren Sie, was das Opferfest feiert, wann es stattfindet und welche Rolle Gebet, Opfergabe und gemeinsames Teilen spielen. Außerdem finden Sie Anregungen, wie sich das Thema in der Kita einfühlsam und kindgerecht aufgreifen lässt, damit Kinder unterschiedliche Traditionen kennenlernen und respektvoll miteinander ins Gespräch kommen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Ordnen Sie die Erzählung von Abraham ein, um Kindern den religiösen Hintergrund respektvoll und verständlich zu vermitteln.
- Beachten Sie den islamischen Mondkalender: Der Festtermin verschiebt sich im Sonnenkalender, gefeiert wird über mehrere Tage.
- Die traditionelle Aufteilung des Opferfleisches macht die Bedeutung von Fürsorge und Teilen anschaulich.
- Gebete, gemeinsames Essen und Spenden prägen die Feier, können aber je nach Familie unterschiedlich gestaltet sein.
- Greifen Sie das Thema in der Kita mit Gesprächen und passenden pädagogischen Materialien behutsam auf.
Bedeutung und religiöser Hintergrund des Opferfests
Das Opferfest erinnert an Abrahams Bereitschaft, Gottes Willen zu folgen, und an Gottes Barmherzigkeit. Das Zuckerfest markiert dagegen das Ende des Fastenmonats Ramadan. Beide Anlässe haben eigene religiöse Hintergründe und Bräuche. Dieser Unterschied hilft Kindern, die beiden wichtigen Feste auseinanderzuhalten. Ein Vergleich zeigt, dass religiöse Feiertage unterschiedliche Geschichten und Schwerpunkte haben.
Im Islam heißt Abraham Ibrahim und gilt als Prophet sowie als Vorbild für den Glauben an einen einzigen Gott. Der islamischen Erzählung zufolge fordert Gott Ibrahim auf, seinen Sohn Ismail zu opfern. Als Ibrahim dazu bereit ist, verschont Gott den Sohn. Die Geschichte stellt Vertrauen und Glauben in den Mittelpunkt. Sie bildet den religiösen Ursprung des Opferfests und erklärt, weshalb Ibrahim darin eine zentrale Rolle spielt.
In der Bibel ist eine vergleichbare Erzählung mit Isaak verbunden: Abraham will seinen Sohn opfern. Auch in der Thora ist Abraham eine wichtige Figur. Die religiösen Überlieferungen teilen diese zentrale Gestalt, erzählen einzelne Details jedoch unterschiedlich. Für Gespräche in der Kita ist diese Unterscheidung hilfreich. Sie eröffnet einen respektvollen Blick auf Gemeinsamkeiten und Besonderheiten verschiedener religiöser Traditionen.
Das Opferfest gilt als höchstes religiöses Fest des Islams und wird auch im Alevitentum begangen. Muslimische Familien verbinden den Anlass mit Ibrahim, Gebet, Dankbarkeit und Teilen. Die religiöse Bedeutung erschöpft sich nicht in der Opfergabe. Im Mittelpunkt stehen ebenso die Beziehung zu Gott und die Verantwortung gegenüber anderen Menschen. Diese Werte bieten gute Anknüpfungspunkte für Gespräche in der Kita.
Der Festbeginn fällt auf den 10. Tag des islamischen Monats Dhū l-Hiddscha. Das Fest steht in engem Zusammenhang mit der großen Pilgerfahrt nach Mekka. Diese Verbindung erklärt, weshalb das Datum im islamischen Kalender festgelegt ist und im Sonnenkalender wandert. Für Kinder lässt sich das mit zwei Kalendern veranschaulichen: Der islamische Kalender orientiert sich am Mond, während der vertraute Jahreskalender den Sonnenlauf abbildet.
Die Opfergeschichte sollte in der Kita sachlich und altersgerecht erzählt werden. Eine mögliche Gesprächsfrage lautet: „Was bedeutet es, füreinander da zu sein?“ So können Kinder über Fürsorge und Teilen sprechen, ohne die religiöse Erzählung auf eine Bastelidee zu reduzieren. Beim Opferfest gehört auch die Opfergabe zu den Bräuchen. Bei der Darstellung des Schlachtens ist besondere Sachlichkeit wichtig. Laut dem Bundesministerium der Justiz wird illegales Schächten mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro geahndet.
Für die pädagogische Vermittlung eignet sich ein Vergleich verschiedener Festmotive: Ibrahim steht für Vertrauen, das gemeinsame Teilen für Fürsorge. Eine Erzählung, ein Gespräch und ein Bild zur Pilgerfahrt nach Mekka eröffnen unterschiedliche Zugänge. Kinder aus muslimischen Familien können eigene Erfahrungen einbringen, müssen es aber nicht. So bleibt Raum für verschiedene religiöse und persönliche Perspektiven, ohne einzelne Kinder zur Auskunft über ihren Glauben zu verpflichten.
Opfergabe und Verteilung des Fleisches
Eine Opfergabe kann für muslimische Familien ein wichtiger Teil des Festes sein. Familien, die finanziell dazu in der Lage sind, opfern traditionell ein Tier, häufig ein Schaf. Die Gabe steht mit dem religiösen Gedenken und dem Gedanken, andere einzubeziehen, in Verbindung. Sie ist jedoch nicht der einzige Weg, den Festtag zu gestalten. Familien können ihre Verbundenheit und Fürsorge auf unterschiedliche Weise ausdrücken.
Beim Teilen des Fleisches werden Familie, Nachbarschaft und Menschen in schwierigen Lebenslagen berücksichtigt. So wird Unterstützung unmittelbar erfahrbar: Eine Mahlzeit kann weitergegeben werden, statt nur im eigenen Haushalt zu bleiben. Mit Kindern lässt sich daran besprechen, was es bedeutet, andere mitzudenken. Ein Beispiel aus dem Alltag: Gemeinsam überlegen, wie die Gruppe ein neues Kind willkommen heißen kann.
Auch die Organisation kann unterschiedlich sein. Muslimische Familien in Deutschland schicken zum Teil Geld an Angehörige in ihren Herkunftsländern. Diese kümmern sich dort um das Opfertier und die Verteilung des Fleisches. Andere Familien gestalten die Gabe vor Ort. Kinder können deshalb unterschiedliche Erfahrungen kennen, obwohl ihre Familien denselben Festanlass begehen. Diese Vielfalt sollte in Gesprächen sichtbar bleiben.
In der Kita empfiehlt es sich, die Opfergabe nicht nachzustellen. Eine Szene mit einem Tier oder dem Schlachten bildet weder die Vielfalt familiärer Praxis ab noch ist sie nötig, um den Gedanken des Teilens verständlich zu machen. Stattdessen können Kinder Bildkarten Situationen zuordnen: jemandem Essen anbieten, jemanden besuchen oder einem Menschen helfen. So steht die Bedeutung der Fürsorge im Vordergrund.
Fachkräfte können vor dem Gespräch neutrale Begriffe wählen und erklären, dass Familien unterschiedlich feiern. Eine mögliche Formulierung lautet: „Manche Familien teilen Fleisch mit anderen, und manche unterstützen Bedürftige auf andere Weise.“ Fragen wie „Wie können Menschen füreinander sorgen?“ öffnen das Gespräch, ohne einzelne Kinder nach den Gewohnheiten ihrer Familie auszufragen. Kinder dürfen erzählen, zuhören oder passen.
Wenn ein Kind selbst von einer Opfergabe erzählt, greifen Sie seine Worte auf, ohne die Erfahrung zu verallgemeinern. Ein anderes Kind kann von einem Festessen oder einer Spende berichten. Beide Beiträge dürfen nebeneinanderstehen. So lernen Kinder, dass religiöse Bräuche nicht in jeder Familie gleich aussehen und Teilen verschiedene Formen annehmen kann. Das fördert einen respektvollen Umgang, ohne Unterschiede zu bewerten.
Auch ein gemeinsames Gestaltungsangebot kann den Gedanken kindgerecht aufgreifen. Die Gruppe könnte eine Wandcollage zum Thema „Was bedeutet füreinander sorgen?“ gestalten. Kinder malen beispielsweise eine helfende Hand, einen Besuch oder eine gemeinsame Mahlzeit. Die Aktivität erklärt nicht den religiösen Ritus selbst, sondern knüpft an seine soziale Bedeutung an. So bleibt das Angebot offen für Kinder mit unterschiedlichen Erfahrungen und Glaubensrichtungen.
Zeitpunkt und Dauer des Opferfestes
Der Termin des Opferfests richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und verschiebt sich deshalb im Sonnenkalender. Für Familien und Kitas ist das wichtig, denn das Fest fällt jedes Jahr in eine andere Jahreszeit.
Datum des Opferfestes
Das Fest beginnt am 10. Tag des islamischen Monats Dhū l-Hiddscha. Da der Mondkalender kürzer ist als der Sonnenkalender, wandert das Datum meist elf Tage pro Jahr rückwärts. So fällt der Festtag nach und nach in andere Monate und Jahreszeiten. Islamische Feiertage beginnen jeweils am Vorabend des angegebenen Tages; je nach Region kann das Datum um einen Tag abweichen. Für die Planung in der Kita zählt deshalb der konkrete Kalendertermin der örtlichen muslimischen Familien.
Der Termin steht außerdem in Verbindung mit dem Haddsch, der großen Pilgerfahrt nach Mekka. Diese kann nur zwischen dem 8. und 12. Tag des Monats Dhū l-Hiddscha stattfinden. Ibrahim und die Pilgerfahrt prägen damit den religiösen Rahmen des Festes. Für Kinder lässt sich der wandernde Termin anschaulich erklären: Ein Kalender zeigt den Sonnenlauf, ein zweiter die Monate des islamischen Jahres.
Dauer des Festes
Das Fest dauert vier Tage. Für viele Familien ist der erste Tag besonders wichtig: Er beginnt mit dem Festgebet, häufig folgen Besuche bei Verwandten. Die weiteren Festtage bieten zusätzliche Zeit für Begegnungen und gemeinsame Mahlzeiten. In der Kita hilft die mehrtägige Dauer, unterschiedliche Familienabläufe zu verstehen. Nicht alle feiern dieselben Bräuche am selben Tag.
In Deutschland ist das Opferfest kein staatlicher Feiertag. Muslimische Schülerinnen und Schüler können sich in den meisten Bundesländern am ersten Festtag vom Unterricht befreien lassen. In vielen Bundesländern ist dafür eine schriftliche Meldung vorgesehen. Die konkreten schulischen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Für Kitas bedeutet das: Anwesenheit und Gruppengröße können sich verändern, wenn Familien religiöse Feiern besuchen oder Verwandte treffen.
Planen Sie Gespräche oder kreative Angebote deshalb flexibel. Ein Bildkalender kann den Festtag markieren, ohne die Feier auf einen einzelnen Kita-Tag zu beschränken. Fehlt ein Kind am ersten Festtag, lässt sich das Thema später gemeinsam aufgreifen. Kinder können erzählen, was sie erlebt haben, oder einfach zuhören. Niemand muss persönliche oder religiöse Erfahrungen teilen.
Auch die Jahreszeit beeinflusst den Alltag rund um das Fest. Weil es durch die Monate wandert, verändern sich Tageslicht, Wetter und mögliche Aktivitäten im Freien. Eine Kita kann den Kalender nutzen, um diesen Wechsel sichtbar zu machen. Markieren Sie den Festtag gemeinsam und ordnen Sie ihn den jeweiligen Jahreszeiten zu. So verbinden Kinder den religiösen Kalender mit vertrauten Beobachtungen aus ihrem Alltag.
Der Blick auf konkrete Jahre macht die Verschiebung greifbar: 2012 fiel der erste Festtag auf den 25. Oktober, 2023 auf den 28. Juni, 2024 auf den 17. Juni und 2025 auf den 07. Juni. 2026 wird das Opferfest vom 27. bis zum 30. Mai gefeiert. Solche Beispiele können helfen, mit Kindern über den Wechsel der Jahreszeiten und unterschiedliche Festtermine ins Gespräch zu kommen.
Auch bei Beurlaubungen gelten je nach Ort unterschiedliche Regelungen. In Nordrhein-Westfalen können Schülerinnen und Schüler für ein mehrtägiges religiöses Fest einen Tag vom Unterricht beurlaubt werden. Für die Kita ist es sinnvoll, Angebote zum Opferfest so zu planen, dass Kinder auch später noch daran anknüpfen können.

Gebete, gemeinsame Mahlzeiten und Spenden
Der Festtag beginnt frühmorgens mit einem Gebet in der Moschee. Gläubige versammeln sich dort zum gemeinsamen Gebet. Nach prophetischer Überlieferung sind auch Frauen ausdrücklich zur Teilnahme aufgerufen. Beim Gebet wird zudem die Abschiedspredigt des Propheten Mohammed vorgelesen. Dieser religiöse Auftakt prägt den weiteren Tagesablauf vieler Familien. Anschließend stehen Besuche, Mahlzeiten und Begegnungen im Mittelpunkt.
Eine gemeinsame Mahlzeit macht Gastfreundschaft im Familienkreis erlebbar. Verwandte und Freunde kommen zusammen, teilen Speisen und nehmen sich Zeit füreinander. Was auf den Tisch kommt, unterscheidet sich von Familie zu Familie. Für Kinder zählen oft die vertrauten Handlungen: gemeinsam ankommen, einander begrüßen und zusammensitzen. Solche Alltagsszenen vermitteln das Opferfest als gelebte Familienzeit.
Für manche Gläubige gehören auch Spenden und soziale Unterstützung zum Fest. Sie knüpfen an den Gedanken an, Bedürftige einzubeziehen und Hilfe zu teilen. Im alevitischen Brauch bezeichnet Kurban Erkanı die Tage des Opferns; viele leisten dabei soziale Dienste. Diese Dienste können den gemeinschaftlichen Charakter des Festes verdeutlichen. Der konkrete Ablauf und die Formen der Unterstützung unterscheiden sich zwischen Familien und Gemeinschaften.
In der Kita lässt sich das Thema über Fürsorge erschließen, ohne Gebete nachzustellen. Ein Gesprächskreis kann fragen, wie Kinder anderen helfen oder sie willkommen heißen. Eine konkrete Idee: Kinder gestalten Karten für Menschen, denen sie danken möchten. Oder sie planen eine gemeinsame Tischrunde und überlegen, wie jede Person etwas beitragen kann. So wird das Fest zum altersgerechten Zugang zu Gemeinschaft und gegenseitiger Rücksichtnahme.
Auch Jugendliche können das Fest aus unterschiedlichen Perspektiven erkunden. Gemeinsam können sie zusammentragen, welche Rolle Gebet, Familie und Hilfe für andere spielen. Wichtig ist, persönliche Glaubenspraxis nicht zu bewerten. Nicht jedes Kind möchte von seinen Erfahrungen erzählen. Freiwillige Beiträge, etwa eine Zeichnung zu einer festlichen Mahlzeit, ermöglichen Beteiligung, ohne einzelne Kinder als Sprecherinnen oder Sprecher einer Religion festzulegen.
Fällt ein Festtag auf einen Unterrichtstag, können muslimische Schülerinnen und Schüler in den meisten Bundesländern vom Unterricht befreit werden. Für Kitas lässt sich diese Regelung nicht automatisch auf den Alltag übertragen. Eine offene Planung hilft: Ein Kind kann am Festtag fehlen und später erzählen, was es mit seiner Familie gefeiert hat. Zuhören ist ebenso wertvoll wie eigenes Erzählen.
Gebet, Essen und soziale Hilfe verbinden religiöse Praxis mit Begegnungen im Alltag. Ein gemeinsamer Tisch, eine freiwillige Erzählrunde oder eine kleine Dankeskarte geben Kindern konkrete Anknüpfungspunkte. Sie lernen, dass Familien Feste unterschiedlich gestalten und Zusammenhalt durch viele Handlungen sichtbar wird. Eine achtsame Gesprächsführung lässt Raum für religiöse Vielfalt, persönliche Grenzen und neugierige Fragen.
Id al-Adha als arabische Bezeichnung für das Opferfest
Id al-Adha ist die arabische Bezeichnung für dieses islamische Fest. Im Türkischen heißt es Kurban Bayramı. Die verschiedenen Namen meinen denselben religiösen Anlass, nicht unterschiedliche Feiertage. Für Kinder in einer mehrsprachigen Kita bieten die Begriffe einen einfachen Einstieg: Sie können hören, wie Familien dasselbe Fest auf Arabisch oder Türkisch benennen. Die Aussprache klingt je nach Sprache unterschiedlich.
„Id“ beziehungsweise „Eid“ bezeichnet ein Fest, „al-Adha“ steht für das Opfer. Auch die Bezeichnung Kurban Bayramı verweist auf das Opferfest. In Gesprächen hilft es, die Namen der Familien aufzugreifen und korrekt auszusprechen. Ein Kind kann beispielsweise erzählen, dass seine Familie Kurban Bayramı feiert. Ein anderes kennt vielleicht den arabischen Namen Id al-Adha. Beide Begriffe lassen sich nebeneinander auf einer Wortkarte sammeln.
Die Namen verweisen auf religiöse Zusammenhänge, nicht auf eine einheitliche Art des Feierns. Arabisch- und türkischsprachige Familien können unterschiedliche Gewohnheiten pflegen. Auch innerhalb derselben Sprachgemeinschaft erleben Kinder das Fest verschieden. Eine Kita sollte deshalb nicht von einem Namen auf eine bestimmte Herkunft oder Praxis schließen. Fragen Sie offen, welchen Begriff ein Kind aus seiner Familie kennt, ohne eine Antwort zu erwarten.
Id al-Adha ist mit dem Haddsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, verbunden. Das Opferfest gilt als deren Höhepunkt und als höchster Feiertag im Islam. Diese Verbindung erklärt, weshalb der arabische Name oft in religiösen Erklärungen auftaucht. Für Kinder lässt sich Mekka auf einer Karte zeigen und der Begriff Pilgerfahrt erläutern. So wird verständlich, dass ein Festname auch auf einen größeren religiösen Zusammenhang verweist.
Für eine Kita-Gruppe eignet sich ein kurzes Sprachgespräch in drei Schritten. Nennen Sie zuerst den deutschen Begriff. Dann lernen die Kinder die arabische Bezeichnung Id al-Adha und die türkische Form Kurban Bayramı kennen. Anschließend können sie die Wörter den jeweiligen Sprachen zuordnen. Eine einfache Tafel mit Begriffen und Sprachnamen macht die Gemeinsamkeit sichtbar, ohne Unterschiede zwischen Familien auszublenden.
Beim Vorlesen oder Erzählen sollten Fachkräfte erklären, dass einzelne Wörter nicht alle Bräuche beschreiben. „Kurban“ begegnet Kindern etwa als Teil von Kurban Bayramı. Der Begriff allein sagt jedoch nicht, wie eine bestimmte Familie das Opferfest feiert. Ein Beispiel hilft: Eine Familie verwendet vielleicht den arabischen Namen, während Verwandte den türkischen Namen kennen. Beide Bezeichnungen gehören zum Gespräch über dasselbe Fest.
Eine mehrsprachige Wortkarte kann das Gelernte im Gruppenraum festhalten. Schreiben Sie die drei Bezeichnungen gut lesbar auf und ergänzen Sie eine Karte mit Mekka als Bezug zur Pilgerfahrt. Kinder können die Wörter nachsprechen, vergleichen oder um Begriffe aus ihrer Familiensprache ergänzen. So wird sprachliche Vielfalt greifbar. Zugleich bleibt die Bedeutung des Opferfests verständlich, ohne dass Kinder persönliche Erfahrungen teilen müssen.
Kigata
Kigata unterstützt Kitas dabei, passende Ausstattung für den pädagogischen Alltag auszuwählen. Wenn Sie Themen wie religiöse Vielfalt und gemeinsames Lernen in Ihrer Einrichtung aufgreifen, schaffen Kita-Möbel und pädagogisches Spielzeug eine gut nutzbare Umgebung. Zum Angebot für den Außenbereich gehören auch Spielplatzgeräte; Krippenwagen ergänzen die Ausstattung für Ausflüge mit jüngeren Kindern.
Welche Ausstattung passt, hängt davon ab, wie Ihre Räume genutzt werden und welche Bedürfnisse Ihre Gruppe hat. Kigata bietet sicherheitsgeprüfte und langlebige Lösungen für den professionellen Einsatz. Richten Sie die Auswahl an den konkreten Anforderungen Ihrer Kita aus, statt einzelne Produkte losgelöst vom Alltag zu betrachten.
Wenn Sie die Ausstattung Ihrer Kita besprechen möchten, nehmen Sie gern Kontakt mit Kigata auf.
Machen Sie Vielfalt im Kita-Alltag erlebbar
Religiöse Vielfalt wird für Kinder besonders verständlich, wenn sie im Alltag Platz bekommt. Greifen Sie Fragen zum Opferfest in Gesprächen auf und lassen Sie unterschiedliche Erfahrungen nebeneinanderstehen. So entsteht ein Lernumfeld, in dem Kinder zuhören, eigene Gedanken ausdrücken und respektvoll miteinander umgehen können.
Ein guter nächster Schritt ist, im Team zu überlegen, welche Themen und Materialien Ihre Gruppe unterstützen. Berücksichtigen Sie den Entwicklungsstand der Kinder, den verfügbaren Raum und Ihre pädagogischen Ziele. Eine passende Ausstattung kann Gespräche, gemeinsames Gestalten und Entdecken im Kita-Alltag begleiten.
Kigata bietet Kita-Möbel, Spielplatzgeräte und pädagogisches Spielzeug für Einrichtungen. Wenn Sie Ihre Ausstattung an den Bedürfnissen Ihrer Kita ausrichten möchten, besprechen Sie mit Kigata den passenden nächsten Schritt. So können Sie eine Umgebung gestalten, die Neugier weckt und gemeinsames Lernen unterstützt.
Häufige Fragen zum Fest
Was wird beim Opferfest gefeiert?
Gefeiert wird Abrahams Bereitschaft, Gottes Willen zu folgen. Für die pädagogische Vermittlung können Sie den Glaubensaspekt von den Bräuchen unterscheiden: Eine Geschichte erklärt den religiösen Hintergrund, ein Gespräch über Hilfsbereitschaft knüpft an den Kita-Alltag an. Kinder können Fragen stellen oder einfach zuhören. So bleibt die Erzählung im Mittelpunkt, ohne als allgemeine Regel für alle Familien dargestellt zu werden.
Wie feiern Muslim:innen den Festtag?
Der Ablauf unterscheidet sich von Familie zu Familie. In der Kita ist deshalb eine offene Frage wie „Was gehört für euch zu einem besonderen Festtag?“ hilfreicher als die Erwartung bestimmter Bräuche. Kinder können von festlicher Kleidung, einem Besuch oder einer Mahlzeit erzählen, wenn sie möchten. Wer nichts teilen will, kann zuhören oder sich mit einer Zeichnung beteiligen.
Was bedeutet das Fest für Gläubige?
Das Opferfest ist ein bedeutender religiöser Anlass, dessen Name je nach Sprache variiert. Im Arabischen heißt es Id al-Adha, im Türkischen Kurban Bayramı. Diese Begriffe zeigen Kindern, dass verschiedene Sprachen eigene Bezeichnungen für dasselbe Fest haben. Eine Wortkarte oder ein mehrsprachiger Kalender macht diese Vielfalt sichtbar, ohne ein Kind für eine ganze Religionsgemeinschaft sprechen zu lassen.
Wann fällt der Festtermin auf den Kalender?
Der Festzeitraum fällt auf den 27. bis 30. Mai. Islamische Feiertage beginnen am Vorabend des angegebenen Datums; regional kann der Termin um einen Tag abweichen. Für die Planung hilft es, den Zeitraum flexibel vorzumerken und Angebote nicht nur für einen einzelnen Tag anzusetzen. So können auch Kinder teilnehmen, die am Festtag selbst nicht in der Einrichtung sind.
Welche Traditionen können Kinder kennenlernen?
Kinder können unterschiedliche Formen des familiären Feierns kennenlernen, ohne einzelne Bräuche nachspielen zu müssen. Sprechen Sie gemeinsam über Gastfreundschaft und sammeln Sie Begrüßungen in verschiedenen Sprachen. Auch ein Bild eines gedeckten Tisches kann den Austausch anregen. Wichtig ist, Beiträge freiwillig zu halten und von muslimischen Kindern keine bestimmte Erfahrung oder Erzählung zu erwarten.
Was ist bei Gesprächen in deutschen Kitas wichtig?
In deutschen Kitas hilft eine sachliche, freiwillige Gesprächsrunde, unterschiedliche Erfahrungen sichtbar zu machen. Fragen Sie offen, statt ein Kind als Auskunftsperson für alle muslimischen Familien anzusprechen. Wenn ein Kind von zu Hause erzählt, hören Sie aufmerksam zu und lassen unterschiedliche Antworten stehen. Ein Hinweis im Kalender kann außerdem erklären, warum sich der Tagesablauf mancher Familien am Festtag verändert.