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Kooperationsspiele in der Kita: Teamgeist & Sozialkompetenz fördern

Was, wenn ein gemeinsames Spiel nicht verbindet, sondern einzelne Kinder ausbremst? Kooperationsspiele können Teamgeist und soziales Lernen anregen....

16 Min. Lesezeit Aktualisiert am 18.10.2026
Kooperationsspiele in der Kita: Teamgeist & Sozialkompetenz fördern
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Ein Kooperationsspiel liegt vor, wenn Kinder ein gemeinsames Ziel verfolgen und ihre Beiträge aufeinander abstimmen.
Wählen Sie das Spielformat passend zu Ihrem pädagogischen Ziel: Kennenlernen, Planen, Bewegung oder gemeinsames Problemlösen.
Beziehen Sie Alter, Gruppendynamik, verfügbare Zeit und Raum in die Auswahl ein.

Was, wenn ein gemeinsames Spiel nicht verbindet, sondern einzelne Kinder ausbremst? Kooperationsspiele können Teamgeist und soziales Lernen anregen. Dafür müssen Aufgabe und Anleitung zur Gruppe passen. Ist das Spiel zu schwierig, bleiben manche Kinder außen vor. Sind die Regeln unklar, wird schon der Einstieg zur Herausforderung.

Im Kita-Alltag stellt sich oft die Frage: Welche Spielidee passt zum Alter, zu den Fähigkeiten und zur aktuellen Dynamik der Kinder? Eine gute Auswahl berücksichtigt nicht nur das Spielziel. Sie lässt Raum für unterschiedliche Beiträge, gemeinsames Planen und eigene Lösungswege. So kann jedes Kind auf passende Weise mitwirken, ohne dass das gemeinsame Erlebnis zum Wettbewerb wird.

Dieser Beitrag gibt Ihnen pädagogische Orientierung und praxistaugliche Ideen für Kooperationsspiele in der Kita. Sie erfahren, worauf es bei der Auswahl ankommt, wie Sie Regeln verständlich vermitteln und die Anleitung an Ihre Gruppe anpassen. Außerdem finden Sie Anregungen, um Spielerfahrungen kurz zu reflektieren und das Miteinander in den Alltag zu übertragen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ein Kooperationsspiel liegt vor, wenn Kinder ein gemeinsames Ziel verfolgen und ihre Beiträge aufeinander abstimmen.
  • Wählen Sie das Spielformat passend zu Ihrem pädagogischen Ziel: Kennenlernen, Planen, Bewegung oder gemeinsames Problemlösen.
  • Beziehen Sie Alter, Gruppendynamik, verfügbare Zeit und Raum in die Auswahl ein.
  • Begleiten Sie den Lösungsprozess aufmerksam, ohne den Kindern jeden Schritt vorzugeben.
  • Greifen Sie Spielerfahrungen im Alltag wieder auf und entwickeln Sie Spielideen anhand Ihrer Beobachtungen weiter.

Kooperationsspiele: Was sie im Kita-Alltag besonders macht

Bei einem Kooperationsspiel verfolgt die Gruppe ein gemeinsames Ziel, statt gegeneinander anzutreten. Im Kita-Alltag kann das ganz einfach beginnen: Kinder sortieren zusammen Bildkarten, transportieren einen Gegenstand, überlegen, wie sie einen Parcours bewältigen, oder planen, welche Bausteine sie für ein gemeinsames Bauwerk brauchen. Entscheidend ist nicht, wie schnell oder geschickt ein einzelnes Kind handelt, sondern wie die Gruppe ihre Ideen und Fähigkeiten zusammenbringt.

Solche Situationen schaffen Gelegenheiten für soziales Lernen. Kinder hören einander zu, warten auf Beiträge, erklären ihre Überlegungen und stimmen die nächsten Schritte ab. Unterschiedliche Vorstellungen werden dabei sichtbar: Ein Kind möchte sofort loslegen, ein anderes erst überlegen. Die Gruppe kann ausprobieren, wie beide Ideen Platz finden. Rücksichtnahme wird konkret, wenn Kinder ihr Tempo anpassen oder einem anderen Kind eine passende Aufgabe überlassen.

„Ein kooperatives Spiel ist dann gelungen, wenn die Kinder ein gemeinsames Ziel durch unterschiedliche Beiträge und eigene Absprachen verfolgen.“

Woran erkennen Sie ein echtes Kooperationsspiel?

Eine Aufgabe ist kooperativ angelegt, wenn nicht ein einzelnes Kind sie allein erfolgreich erledigen kann, sondern Beiträge mehrerer Kinder gefragt sind. Beim gemeinsamen Sortieren kann ein Kind Gegenstände auswählen, ein anderes passende Gruppen bilden. Die Rollen müssen nicht fest verteilt sein. Kinder können Vorschläge machen, Aufgaben tauschen und den Lösungsweg verändern, solange sie am gemeinsamen Ziel arbeiten.

Ein Spiel mit Gewinnern und Verlierern ist nicht automatisch ein Kooperationsspiel, auch wenn mehrere Kinder gleichzeitig mitspielen. Achten Sie darauf, worauf die Regeln hinauslaufen: Werden einzelne Leistungen verglichen oder entsteht ein gemeinsames Ergebnis? Bei einer kooperativen Aufgabe zählt etwa, dass die Gruppe den Parcours gemeinsam bewältigt, nicht wer zuerst am Ziel ist.

Welche Erfahrungen können Kinder im gemeinsamen Spiel machen?

Während des Spiels lässt sich Kommunikation beobachten: Wer schlägt etwas vor? Wer fragt nach, wenn eine Idee unklar ist? Beim gemeinsamen Transport eines leichten Gegenstands müssen Kinder möglicherweise ihr Tempo abstimmen und aufeinander achten. Beim Planen einer Bewegungsaufgabe können sie verschiedene Wege besprechen. Solche Situationen laden dazu ein, die eigene Sicht auszudrücken und die Perspektive anderer wahrzunehmen.

Gemeinsames Planen führt nicht automatisch dazu, dass jedes Kind gleich stark beteiligt ist. Beobachten Sie deshalb, wer Entscheidungen trifft, wer eher abwartet und ob einzelne Kinder Unterstützung brauchen, um einen Beitrag einzubringen. Eine offene Frage wie „Welche Idee haben wir noch nicht ausprobiert?“ kann weitere Stimmen einladen, ohne eine Lösung vorzugeben. Passende Materialien für Bewegung und Wahrnehmung können eine Aufgabe ergänzen, wenn sie zum Spielziel passen. Im Mittelpunkt bleibt, wie die Gruppe ihren eigenen Lösungsweg findet.

So wirken Kooperationsspiele: Aufgabe, Zusammenarbeit und Reflexion

Ein hilfreicher Lernprozess entsteht nicht allein dadurch, dass Kinder eine Aufgabe gemeinsam erledigen. Wichtig ist auch, wie sie ins Spiel finden, miteinander handeln und anschließend auf ihre Erfahrung zurückblicken. Eine verständliche Herausforderung gibt Orientierung. Danach braucht die Gruppe Zeit, eigene Lösungswege zu erproben. Eine kurze Rückschau macht sichtbar, welche Absprachen oder Beiträge hilfreich waren.

Das Spielziel beschreibt, was die Gruppe erreichen möchte. Der Lernanlass zeigt sich darin, wie die Kinder gemeinsam darauf hinarbeiten. Diese Unterscheidung hilft Ihnen, nicht nur auf das Ergebnis zu schauen. Auch ein abgebrochener Versuch kann Anlass sein, über Verständigung, Aufgabenverteilung oder einen neuen Plan nachzudenken.

Wie wird aus einer Aufgabe gemeinsames Handeln?

Formulieren Sie ein klares Gruppenziel, lassen Sie aber mehrere Wege dorthin offen. Soll die Gruppe beispielsweise einen Gegenstand gemeinsam über eine Strecke bewegen, können die Kinder ausprobieren, wie sie ihn halten und ihr Tempo abstimmen. Beiträge dürfen sich ergänzen und im Spiel verändern. Kinder können eine Rolle übernehmen, wechseln oder zunächst beobachten, statt dauerhaft auf eine Aufgabe festgelegt zu sein.

Greifen Sie ein, wenn die Aufgabe unverständlich bleibt, Frust entsteht oder einzelne Kinder nicht mehr beteiligt sind. Ein kurzer Hinweis wie „Was könnten wir anders versuchen?“ lenkt zurück zur gemeinsamen Suche, ohne die Lösung vorzugeben. Wenn die Kinder konzentriert beraten oder Varianten testen, ist eine Pause der Fachkraft oft hilfreicher als ein weiterer Tipp. Beobachten Sie, ob die Gruppe selbst wieder ins Handeln findet.

Welche Fragen helfen bei der Reflexion?

Halten Sie die Rückschau kurz und konkret. Fragen Sie nach einem Moment, in dem eine Absprache geholfen hat, oder danach, welche Idee die Gruppe weitergebracht hat. Auch Schwierigkeiten dürfen Platz haben: „Was war knifflig?“ und „Wie seid ihr dann weitergekommen?“ laden Kinder ein, den Ablauf aus ihrer Sicht zu beschreiben. Würdigen Sie unterschiedliche Beiträge, ohne eine einzige Lösung als die richtige hervorzuheben.

Ihre Beobachtungen liefern Hinweise für die nächste Spielrunde. Vielleicht hat ein Kind zunächst zugesehen und später einen eigenen Vorschlag eingebracht. Oder die Gruppe kam erst weiter, als jemand eine Aufgabe anders verteilte. Beschreiben Sie solche Situationen sachlich und wertschätzend. So wird Rückmeldung nachvollziehbar, statt Kinder pauschal als besonders hilfsbereit oder unbeteiligt einzuordnen.

Auch das Material sollte dem Vorhaben dienen, nicht davon ablenken. Für eine Bewegungsaufgabe kann es eine passende Unterstützung sein; für eine Gesprächs- oder Planungsaufgabe ist es womöglich überflüssig. Wenn Sie pädagogisches Spielzeug für gemeinsame Aktivitäten auswählen, bietet Kigatas Sortiment an pädagogischem Spielzeug eine Orientierung. Entscheidend bleibt, dass Aufgabe, Begleitung und Rückschau zu den Kindern und ihrer Situation passen.

Welche Kooperationsspiele passen zu Gruppe, Raum und Ziel?

Überlegen Sie zuerst, was die Kinder gemeinsam üben oder erleben sollen. Danach wählen Sie Spielformat, Ort und Material. Für eine neue oder zurückhaltende Gruppe eignet sich oft eine ruhige Aufgabe mit mehreren Beteiligungsmöglichkeiten. Ist Bewegung gefragt, brauchen Sie genügend freie Fläche und einen Ablauf, den die Kinder gemeinsam abstimmen können.

Die Übersicht bietet einen Ausgangspunkt. Passen Sie Regeln und Schwierigkeit an die Kinder an. Lassen Sie Material weg, wenn die Aufgabe auch ohne es verständlich bleibt.

Spielformat Mögliches Ziel Geeigneter Ort Materialaufwand
Gemeinsam sortieren Kennenlernen und Absprechen Tisch oder Sitzkreis Bild- oder Gegenstandskarten, auch ohne Material möglich
Gemeinsamen Weg planen Ideen sammeln und Entscheidungen aushandeln Gruppenraum Wenig, zum Beispiel Karten als Wegmarken
Bewegungsablauf abstimmen Aufeinander achten und gemeinsam handeln Freie Fläche oder Bewegungsraum Kein zusätzliches Material nötig
Gegenstand zusammen transportieren Problemlösen und Tempo abstimmen Freie, übersichtliche Strecke Leichter Gegenstand, gegebenenfalls ein Tuch

Kooperationsspiele zum Kennenlernen und Absprechen

Beim Sortierspiel legt die Gruppe gemeinsam eine Ordnung fest, etwa nach Farben, Formen oder einer selbst gewählten Kategorie. Jedes Kind kann eine Karte vorschlagen, eine Zuordnung begründen oder zunächst beobachten. Bei einer Partneraufgabe können zwei Kinder abwechselnd passende Karten auswählen und erklären, warum sie zusammengehören. Betonen Sie den Austausch, nicht das Tempo. Freiwillige Rollen eröffnen unterschiedliche Zugänge.

Kooperationsspiele für Bewegung und gemeinsames Problemlösen

Für eine Transportaufgabe bewegt die Gruppe einen leichten Gegenstand auf einem Tuch von einem Startpunkt zu einem Ziel. Die Kinder stimmen ab, wie sie das Tuch halten und wann sie losgehen. Als Bewegungsvariante plant die Gruppe gemeinsam eine Folge aus Gehen, Anhalten und Richtungswechseln. Beginnen Sie mit einem einfachen Ablauf. Eine weitere Bewegung kommt erst dazu, wenn die Kinder sie gemeinsam einbeziehen möchten.

Prüfen Sie vor einer Bewegungsaufgabe, ob der Weg frei ist und genug Platz für die vereinbarten Bewegungen bietet. Bei jüngeren Kindern erleichtern wenige, klar erkennbare Schritte den Einstieg. Ältere oder vertraute Gruppen können eigene Varianten vorschlagen. Wichtig ist, dass niemand wegen eines schnellen Tempos ausgeschlossen wird. Stoppen Sie das Spiel, wenn die Situation unübersichtlich wird, und vereinbaren Sie mit den Kindern einen ruhigeren Ablauf.

Materialien unterstützen das Spiel, sind aber keine Voraussetzung: Kissen oder Markierungen können einen Bewegungsweg sichtbar machen, während für eine einfache Abstimmungsaufgabe oft die gemeinsame Idee genügt. Wenn Sie Ausstattung für Bewegung und Wahrnehmung auswählen, unterstützt Kigata pädagogische Einrichtungen mit persönlicher Fachberatung und einer strukturierten Auswahl. Entdecken Sie dazu die pädagogischen Materialien für Bewegung und Wahrnehmung für den Kita-Alltag.

Kooperationsspiele in der Kita: Teamgeist & Sozialkompetenz fördern

Kooperationsspiele anleiten und für die eigene Gruppe anpassen

Eine gute Anleitung gibt den Kindern Orientierung, ohne ihnen die Lösung abzunehmen. Planen Sie Kooperationsspiele vom Gruppenziel aus: Was sollen die Kinder gemeinsam erreichen? Danach entscheiden Sie, wie viel Platz nötig ist, welche Regeln den Einstieg erleichtern und ob Material die Aufgabe unterstützt. Beziehen Sie auch Alter, Gruppendynamik, verfügbare Zeit und Bewegungsraum ein. So bleibt die Spielidee im Kita-Alltag umsetzbar.

  1. Gruppenziel festlegen: Formulieren Sie, was die Kinder gemeinsam schaffen möchten. Halten Sie das Ziel überschaubar und nachvollziehbar.
  2. Raum vorbereiten: Schaffen Sie ausreichend freie Fläche und legen Sie nur bereit, was die Spielidee braucht.
  3. Regeln erklären: Nennen Sie das Ziel und die wichtigste Regel in kurzen, konkreten Sätzen.
  4. Begleiten: Beobachten Sie, ob alle Kinder Zugang zur Aufgabe finden. Geben Sie bei Bedarf einen Hinweis, aber nicht sofort den Lösungsweg vor.
  5. Rückblick ermöglichen: Fragen Sie anschließend, was der Gruppe beim gemeinsamen Handeln geholfen hat.

Wie erklären Sie Regeln verständlich und knapp?

Vermeiden Sie lange Erklärungen mit mehreren Bedingungen. Sagen Sie zum Beispiel: „Wir bringen den Gegenstand gemeinsam zum Ziel. Wir starten erst, wenn alle bereit sind.“ Machen Sie den Ablauf bei Bedarf kurz vor und lassen Sie Verständnisfragen zu. Beginnen Sie mit einer überschaubaren Runde. Wird der Ablauf klar, ergänzen Sie eine weitere Regel, statt die Kinder gleich zu Beginn mit zu vielen Schritten zu belasten.

Wie passen Sie das Spiel an Alter und Gruppendynamik an?

Passen Sie Wortwahl, Aufgabe und Zahl der Handlungsschritte an die Gruppe an. Jüngere Kinder können zunächst eine einfache gemeinsame Handlung übernehmen; vertraute Gruppen können Regeln mitentwickeln. Bieten Sie verschiedene Beiträge an, etwa Material reichen, den Ablauf beobachten oder eine Idee vorschlagen. So kann auch ein zurückhaltendes Kind mitmachen, ohne im Mittelpunkt stehen zu müssen.

Wenn Frust entsteht, unterbrechen Sie kurz und benennen Sie sachlich, was gerade schwierig ist. Fragen Sie die Kinder, welchen Teil sie verändern möchten. Vielleicht braucht die Gruppe mehr Platz, eine verständlichere Regel oder eine andere Aufgabenverteilung. Übernehmen Sie die Lösung nicht vorschnell. Ein kurzer gemeinsamer Neuplan kann helfen, den Einstieg wiederzufinden und am Gruppenziel festzuhalten.

Material sollte die gewählte Spielidee unterstützen, nicht zusätzliche Anforderungen schaffen. Markierungen können einen Bewegungsweg sichtbar machen; für ein Spiel ohne Bewegung ist dieses Zubehör nicht nötig. Wenn Sie passende Materialien für Bewegung und Wahrnehmung für Ihre Kita auswählen möchten, hilft eine persönliche Fachberatung dabei, den Bedarf der Gruppe und den Einsatz im Alltag gemeinsam einzuordnen.

Kooperationsspiele nachhaltig in den Kita-Alltag integrieren

Kooperationsspiele brauchen keinen eigenen Programmpunkt mit großem Vorlauf. Eine kurze gemeinsame Aufgabe kann in den Morgenkreis, die Gruppenzeit oder ein Bewegungsangebot passen. Entscheidend ist, dass die Spielidee zum Moment und zu den Kindern passt. Im Morgenkreis kann die Gruppe etwa gemeinsam eine Reihenfolge festlegen. Während der Gruppenzeit lässt sich eine bekannte Aufgabe variieren. Im Bewegungsangebot kann ein gemeinsamer Ablauf zum verbindenden Ziel werden.

Wie wird aus einer Spielrunde eine wiederkehrende Lerngelegenheit?

Ein wiederkehrendes Ritual gibt den Kindern Orientierung: Beginnen Sie mit einer kurzen Frage nach dem gemeinsamen Ziel und schließen Sie mit einem knappen Rückblick ab. Beobachten Sie, wer Vorschläge einbringt, wie die Kinder Rollen verteilen und an welchen Stellen sie ins Stocken geraten. Diese Eindrücke helfen Ihnen, bei der nächsten Runde behutsam etwas zu verändern, etwa die Aufgabenverteilung oder eine Regel.

Greifen Sie auch Ideen der Kinder auf. Wenn ein Kind einen neuen Weg vorschlägt oder eine andere Rolle ausprobieren möchte, kann daraus eine passende Variante entstehen. So bleibt die Grundidee vertraut, während die Gruppe eigene Impulse einbringt. Sie müssen nicht jede Runde neu erfinden: Eine kleine Veränderung kann genügen, um die Kinder erneut zum gemeinsamen Überlegen einzuladen.

Wie unterstützt passende Ausstattung die Spielpraxis?

Prüfen Sie vor der Materialauswahl, was die Aufgabe tatsächlich benötigt. Für viele kurze Spielideen reichen vorhandene Gegenstände oder die eigene Bewegung. Zusätzliches Spielzeug ist sinnvoll, wenn es einen klaren Beitrag zum Gruppenziel leistet, zum Beispiel einen Bewegungsweg sichtbar macht oder eine gemeinsame Handlung ermöglicht. Berücksichtigen Sie auch, wo das Material im Alltag eingesetzt und aufbewahrt wird.

Bei Ausstattung für Bewegung und Wahrnehmung zählt nicht nur, ob ein Material interessant wirkt. Wichtig ist, ob es zur Spielidee, zum verfügbaren Raum und zu den Bedürfnissen der Kinder passt. Kigata unterstützt pädagogische Einrichtungen mit persönlicher Fachberatung bei der Auswahl passender Ausstattung. So können Sie den Bedarf Ihrer Gruppe einordnen und Material gezielt statt vorsorglich einplanen.

Wenn Sie pädagogische Spielmaterialien für gemeinsame Aktivitäten auswählen, orientieren Sie sich am konkreten Einsatz: Welche Handlung soll das Material ermöglichen, und lässt es verschiedene Beiträge der Kinder zu? Diese Fragen helfen, Spielzeug und Bewegungsangebote so auszuwählen, dass sie die Spielpraxis ergänzen, ohne einfache, materialarme Ideen zu verdrängen.

Setzen Sie den nächsten Spielimpuls bewusst

Wählen Sie für die nächste Gruppenzeit einen kleinen Ausgangspunkt: Was möchten Sie über das Miteinander der Kinder herausfinden? Vielleicht beobachten Sie, wie sie eine gemeinsame Entscheidung treffen oder eine eigene Spielvariante entwickeln. Halten Sie eine Beobachtung fest und nutzen Sie sie, um beim nächsten Mal eine neue Frage einzubringen. So wird aus einer einzelnen Runde ein Anlass, die Gruppendynamik aufmerksam und ohne vorschnelle Bewertung wahrzunehmen.

Kooperationsspiele dürfen sich verändern. Lassen Sie die Kinder mitentscheiden, welche Regel sie beibehalten oder welche neue Idee sie ausprobieren möchten. Ein vertrauter Rahmen kann Sicherheit geben, während kleine Veränderungen Neugier wecken. Entscheidend ist, dass die Spielrunde zur aktuellen Situation passt und die Kinder ihre Erfahrungen einbringen können.

Wenn Sie Ausstattung oder Spielmaterial für Ihre Einrichtung auswählen, nutzen Sie Kigatas persönliche Fachberatung, um passende Lösungen für Ihren pädagogischen Alltag zusammenzustellen. Entdecken Sie Kigata und nehmen Sie Kontakt auf, um gemeinsam den nächsten Schritt zu planen.

Häufige Fragen zu Kooperationsspielen

Was ist ein Kooperationsspiel?

Sie erkennen ein Kooperationsspiel daran, dass die Kinder ihre Handlungen auf ein gemeinsames Ergebnis ausrichten und nicht einzeln bewertet werden. Prüfen Sie bei der Auswahl: Gibt es Anlass, aufeinander zu reagieren? Können verschiedene Beiträge zum Verlauf passen? Wenn ein Kind die Aufgabe allein erledigen kann, während die anderen nur zusehen, ist das Format möglicherweise noch nicht ausreichend auf Zusammenarbeit ausgerichtet.

Ab welchem Alter eignen sich Kooperationsspiele?

Entscheidend ist, ob die Kinder die Spielidee erfassen und sich aufeinander beziehen können, nicht ein bestimmtes Alter. Beobachten Sie vorab, ob sie kurze Anweisungen verstehen, auf ein gemeinsames Zeichen reagieren oder eine Handlung anderer aufgreifen. Diese Anhaltspunkte helfen Ihnen, den Einstieg zu wählen. Bei unterschiedlichen Fähigkeiten kann eine Aufgabe verschiedene Zugänge bieten, etwa durch Zeigen, Sprechen oder aktives Mitmachen.

Wie viele Kinder können bei einem Kooperationsspiel mitmachen?

Die Gruppengröße sollte so gewählt sein, dass die Beiträge sichtbar bleiben: Jedes Kind sollte erkennen können, was die anderen tun, und eine Möglichkeit zum Mitwirken finden. Achten Sie darauf, ob Kinder lange warten oder sich gegenseitig überhören. Falls das geschieht, teilen Sie die Gruppe in kleinere Teams oder machen Sie einzelne Beiträge nacheinander sichtbar. So bleibt der gemeinsame Charakter erhalten, ohne eine feste Zahl für jedes Spiel anzusetzen.

Welche Kooperationsspiele eignen sich für drinnen?

In Innenräumen kann ein gemeinsames Geräuschrätsel gut funktionieren: Ein Kind macht ein Geräusch vor, die anderen ergänzen es oder ordnen die gehörten Klänge zu einer gemeinsamen Folge. Auch eine Bildergeschichte, deren Reihenfolge die Gruppe aushandelt, lässt sich ruhig am Tisch gestalten. Achten Sie darauf, dass Lärm oder parallele Aktivitäten die Konzentration der Kinder nicht unnötig beeinträchtigen.

Was tun, wenn Kinder während eines Kooperationsspiels streiten?

Wenn der Streit das Spiel unterbricht, helfen Sie zunächst dabei, die unterschiedlichen Sichtweisen hörbar zu machen. Fragen Sie jedes beteiligte Kind, was es gerade erreichen wollte, und fassen Sie die Aussagen neutral zusammen. Vermeiden Sie Schuldzuweisungen. Anschließend können Sie die Kinder bitten, eine Vereinbarung für den nächsten Spielzug zu treffen. Wird die Auseinandersetzung stärker, beenden Sie die Runde und greifen Sie das Thema später in ruhigerem Rahmen auf.

Wie lassen sich Kooperationsspiele ohne viel Material durchführen?

Gestalten Sie eine Aufgabe aus Sprache, Bewegung oder Vorstellungskraft. Die Kinder können zum Beispiel gemeinsam eine Geschichte weiterspinnen und sich auf den nächsten Handlungsschritt einigen. Damit das Spiel übersichtlich bleibt, vereinbaren Sie vorab ein klares Startsignal und ein gemeinsames Ende. Auch ein Zeichen zum Pausieren kann helfen, wenn die Gruppe eine Idee sortieren oder neu beginnen möchte.

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